Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Tengelmann
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Darf es auch ein bisschen mehr sein? Mit dem Verschicken einer
Ankreuzliste an die anderen Handelskonzerne in Deutschland startet
Tengelmann den Einzelverkauf seiner Filialen. Nicht nur die (noch)
16000 Beschäftigten der Supermarktkette finden das mit Sicherheit gar
nicht lustig. Ihre Interessen und ihre Zukunft spielten jedoch
zuletzt ohnehin keine Rolle. Selbst Bundeskanzlerin Angela Merkel
hatte sich mit dem Wunsch nach einer einvernehmlichen Lösung an die
Bosse gewandt. Doch sie pflegten ein Mal mehr nur ihre Eitelkeiten
und eigenen Interessen. Sicher, wer nur Verluste schreibt, muss sich
aus dem Markt verabschieden. Das sollte rechtzeitig geschehen, damit
sich die Mitarbeiter, unterstützt mit Geld aus dem Sozialplan, neue
Jobs suchen. Im Fall Kaiser's wurden sie immer wieder in falscher
Sicherheit gewogen. Es wurden falsche Hoffnungen geweckt - nicht
zuletzt durch die Ministererlaubnis, mit der Sigmar Gabriel den
Kartellamtsbescheid aushebeln wollte. Auch der Versuch ist alles
andere, nur nicht lustig.
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Datum: 18.10.2016 - 21:00 Uhr
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