neues deutschland: Ostdeutsche Unternehmen profitieren kaum von Förderprogrammen
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Förderprogrammen des Bundeswirtschaftsministeriums zur Erschließung
von Auslandsmärkten. Dies ergibt sich aus einer Antwort der
Bundesregierung auf Anfrage der Ost-Koordinatorin der Linksfraktion,
Susanna Karawanskij, die "neues deutschland" (Wochenendausgabe)
vorliegt. Je nach Programmbestandteil sind die ostdeutschen Länder
nur zwischen knapp sieben Prozent und 14 Prozent beteiligt.
Ausgerechnet beim größten und teuersten Programmteil
»Auslandsmessen«, der mit 43 Millionen Euro mehr als die Hälfte der
bereitgestellten Mittel verschlingt, sind Ost-Unternehmen zu weniger
als sieben Prozent beteiligt.
Während Firmen aus Bayern und Baden-Württemberg zusammen fast 40
Prozent der gesamten Mittel einstrichen, bekamen Unternehmen etwa aus
Sachsen-Anhalt nur 0,8 Prozent des Gesamtbudgets. Schlusslicht ist
Mecklenburg-Vorpommern mit 0,42 Prozent. Ost-Koordinatorin Susanna
Karawanskij kritisierte gegenüber "neues deutschland": »Hier zeigt
sich wieder, dass die Große Koalition besonders die Interessen der
Industrie in Süd- und Südwestdeutschland vertritt. Der Osten ist eben
nicht Merkels Chefsache und fällt zum wiederholten Male hinten
runter.« Wirklich helfen aber könnten nur "eine strikte Ost-Quote für
Bundesprogramme und das Ende der unsinnigen Russland-Sanktionen, die
besonders die ostdeutsche Exportwirtschaft treffen.«
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Datum: 21.10.2016 - 14:12 Uhr
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