DOK Leipzig: MDR stiftet zwei Preise
ID: 1420953
Sperrfrist: 05.11.2016 22:00
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Im Rahmen des 59. Internationalen Leipziger Festivals für
Dokumentar- und Animationsfilm hat der MITTELDEUTSCHE RUNDFUNK als
exklusiver Medienpartner auch in diesem Jahr wieder zwei Preise
gestiftet: Die "Goldene Taube" im Internationalen Wettbewerb langer
Dokumentar- und Animationsfilm sowie der MDR-Preis für den Besten
Osteuropäischen Film wurden am 5. November im Leipziger CineStar
verliehen.
MDR-Programmdirektor Wolf-Dieter Jacobi übergab die mit 10.000
Euro dotierte "Goldene Taube" in der Kategorie "Internationaler
Wettbewerb langer Dokumentar- und Animationsfilm" an Regisseur Sergei
Loznitsa für dessen Film "Austerlitz" (Deutschland 2016).
In der Jury-Begründung heißt es: "'Austerlitz' ist ein großartiges
Filmessay über einen Gang durch die gepflegten Sets, die die
furchtbarsten Massenmorde in Konzentrationslagern darstellen.
Loznitsa arbeitet mit Licht und Schatten, wenn er unerbittlich große
Gruppen von Besuchern beobachtet. Die seinen Bildern innewohnende
Ruhe und Schönheit sowie die bemerkenswerte Klangbearbeitung lassen
jede Menge Zeit, nochmals darüber nachzudenken, was sich vor noch gar
nicht so langer Zeit in der Mitte Europas ereignet hat. Der Film ist
ausgeklügelt, fast spielerisch, wie er mit dem Inneren und Äußeren
umgeht, und er ist sehr konsequent bei der Bildeinstellung von
Menschen und Objekten."
Der MITTELDEUTSCHE RUNDFUNK stiftet seit 2013 eine der "Goldenen
Tauben" im Rahmen des DOK-Festivals.
Traditionell wurde auch der MDR-Preis "Bester Osteuropäischer
Film" verliehen. Katja Wildermuth, Redaktionsleiterin Geschichte und
Dokumentarfilm beim MDR, übergab den mit 3.000 Euro dotierten Preis
an Tatiana Chistova für "Convictions" (Russland, Polen 2016).
"'Convictions' ist ein Film, der aufs Neue eindrucksvoll belegt,
welche Intensität und Faszination von Dokumentarfilm ausgehen kann -
wenn es gelingt, ein brisantes Thema so unmittelbar, direkt und
präzise herauszuarbeiten", begründet Wildermuth die Entscheidung der
Jury.
Im Film geht es - wie der Titel sagt - um "Überzeugungen". "Vor
allem geht es um die Überzeugungen von russischen
Wehrdienstverweigerern, die Chistova mit Kamera und Mikrofon
beobachtet und begleitet. Bis zur Stunde der Wahrheit, bis vor die
Richterstühle, bis die Entscheidung gefällt ist, ob sie zur Armee
gehen müssen oder Zivildienst leisten dürfen", fasst Katja Wildermuth
den Inhalt zusammen.
Gemeinsames Engagement für den Dokumentarfilm
Der MDR hat sich auch in diesem Jahr als exklusiver Medienpartner
in großem Maße bei DOK Leipzig engagiert. So war der MDR selbst mit
zwei Co-Produktionen im Deutschen Wettbewerb vertreten. Dabei
handelte es sich um "Neo Rauch - Gefährten und Begleiter" von Nicola
Graef sowie um die MDR/Arte Co-Produktion "Trockenschwimmen".
Darüber hinaus richtete der MITTELDEUTSCHE RUNDFUNK einen MDR-Tag
aus - unter anderem mit einer Programmwerkstatt zu
Zukunftsperspektiven dokumentarischer Produktionen, mit einem "DOK
Talk Special" in Kooperation mit MDR KULTUR, mit der Präsentation des
ARD-Dokumentarfilmwettbewerbs "Top oft he Docs" und mit einem Special
Screening: der öffentlichen Weltpremiere des Dokumentarfilms "Neo
Rauch - Gefährten und Begleiter".
Außerdem machten ein Sonderprogramm im MDR FERNSEHEN, aktuelle
sowie Spezial-Berichterstattung in den MDR-Programmen und im Netz den
Stellenwert des Dokumentarfilms für den MDR deutlich.
www.mdr-kultur.de
Pressekontakt:
MDR, Hauptabteilung Kommunikation, Katrin Stolle,
Tel.: (0341) 3 00 64 53, E-Mail: presse@mdr.de, Twitter: @MDRpresse
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Datum: 05.11.2016 - 22:00 Uhr
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