NOZ: Zoff-Talk bei Anne Will: Bosbach musste sich beherrschen
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beherrschen
CDU-Politiker spricht von denkwürdiger Sendung - Innenexperte
nimmt ARD in Schutz
Osnabrück. CDU-Innenexperte Wolfgang Bosbach wird die Talkshow von
Anne Will am Sonntagabend wohl noch lange in Erinnerung behalten.
"Das war ja nicht meine erste Talkshow, aber eine wirklich
denkwürdige. Ich habe mir permanent gesagt: ,Ruhig bleiben! Nur nicht
aus der Haut fahren!'", sagte der Politiker im Gespräch mit der
"Neuen Osnabrücker Zeitung" (Dienstag).
Der Auftritt einer vollverschleierten Muslimin hatte für heftige
Diskussionen gesorgt. Der ARD wurde anschließend vorgeworfen, der
Frau eine Plattform gegeben haben, um islamistische Ansichten zu
verbreiten. Bosbach nimmt den Sender dagegen in Schutz. "Ich bin mir
ganz sicher, dass Anne Will und die gesamte Redaktion nicht dem
radikalen Islamismus eine Werbefläche bieten, sondern sich sehr
kritisch mit dieser Strömung auseinandersetzen wollten", betonte der
64-Jährige. Fraglich sei allerdings, ob dieser Plan auch aufging.
"Zweifel sind angebracht", sagte Bosbach.
Dass Muslime - wie von der Frau in der Sendung behauptet wurde -
in Deutschland ausgegrenzt werden, bestreitet der Politiker.
"Vereinzelt mag es tatsächlich - leider - Formen der Ausgrenzung
geben. Aber dass ganz Deutschland Muslime ausgrenzt, ist weit
entfernt von unserer Lebenswirklichkeit", so Bosbach.
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Datum: 07.11.2016 - 13:59 Uhr
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