"AMVSG im Bundestag: Versorgungssicherheit jetzt stärken"
ID: 1423040
Arzneimittelversorgungsstärkungsgesetz (AMVSG) in die Erste Lesung im
Deutschen Bundestag. Hierzu erklärt Bork Bretthauer, Geschäftsführer
von Pro Generika.
"Mit dem AMVSG sollen einige Ergebnisse des Pharmadialogs
umgesetzt werden, in dem auch die Stärkung der Versorgungssicherheit
bei Arzneimitteln ein sehr wichtiges Thema war. Im Gesetzentwurf wird
daher z. B. geregelt, dass Generikaunternehmen mehr
Planungssicherheit vor dem Start von Rabattverträgen erhalten sollen.
Das ist zwar ein guter und notwendiger, aber kein hinreichender
Schritt.
Denn Arzneimittelengpässe gibt es nicht nur beim Start von
Rabattverträgen, sondern vor allem auch während ihrer im Regelfall
zweijährigen Laufzeit. Derzeit ist aber nur jeder zweite
Rabattvertrag gegen ein Auftreten von Engpässen gesichert, da rund 50
Prozent der Rabattverträge exklusiv vergeben werden und damit die
gesamte Verantwortung für die Versorgung von einem einzelnen
Unternehmen getragen werden muss. Fällt dieses aus welchen Gründen
auch immer aus, kann kurzfristig kein anderes Unternehmen einspringen
und die Versorgung übernehmen. Daher sollte der Gesetzgeber das AMVSG
jetzt nutzen und klarstellen, dass Generikarabattverträge künftig an
mehr als nur ein Unternehmen zu vergeben sind.
Darüber hinaus wurde kurzfristig eine Reform der Versorgung mit
zytostatischen Zubereitungen in den Gesetzentwurf eingefügt. Hier ist
vorgesehen, dass nun auch diese besonders versorgungskritischen
Arzneimittel Rabattverträgen mit den Herstellern unterworfen werden
sollen. Pro Generika und seine Mitgliedsunternehmen engagieren sich
dafür, dass es eine sichere und für das Gesundheitssystem
kosteneffiziente Reform der Zytostatikaversorgung gibt. Dazu gehört,
dass Rabatte dem Gesundheitssystem zugutekommen. Dazu gehört aber zu
allererst, dass die Versorgung von Krebspatienten nicht gefährdet
sein darf, sollte es zu Lieferengpässen eines Unternehmens kommen.
Das jedoch können Rabattvertragsausschreibungen nicht sicherstellen.
Daher plädieren wir mit Nachdruck für einen Verzicht auf
Ausschreibungen für versorgungskritische Generika wie Zytostatika."
Wir engagieren uns für die Umsetzung des Pharmadialogs - damit
günstige Medikamente auch künftig verfügbar sind: www.siebencent.de
Pressekontakt:
Pro Generika e.V.
Bork Bretthauer
Geschäftsführer
Tel.: (030) 81 61 60 9-0
info@progenerika.de / www.progenerika.de /
http://twitter.com/progenerika
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Datum: 10.11.2016 - 14:14 Uhr
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