Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu dem Spritverbrauch
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jedem Auto über den Laborwerten des Herstellers liegt, ist ein
längst bekanntes Ärgernis. Überraschend aber ist das Ausmaß der
Abweichungen, wie sie jetzt die Studie der Forscher offenlegt, die
schon den VW-Abgasskandal ans Licht brachten. Glaubt man den Daten zu
nahezu 600 000 Fahrzeugen ist der Spritverbrauch zwischen 2001 und
2014 bei Neufahrzeugen nicht um 1,9 Liter je 100 Kilometer gesunken,
wie die Autobauer es weismachen wollten. Der Analyse folgend beträgt
die Reduzierung gerade mal rund 0,4 Liter. Der Vertrauensverlust und
Imageschaden, der durch solche Tricksereien entsteht, ist immens.
Schuld daran tragen längst nicht allein die Konzerne, die ihre Wagen
mit aufgepumpten Reifen, abgeklebten Karosserien und abgeklemmter
Lichtmaschine auf den Prüfstand schicken. Wie schon beim Abgasskandal
sind die zuständigen staatlichen Stellen in großer Mitverantwortung.
Sie haben - wohl aus falsch verstandener Solidarität mit der
Schlüsselbranche - immer realitätsfernere Tests zugelassen. Der
Bumerang trifft jetzt Behörden und Autobauer gleichermaßen.
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Datum: 17.11.2016 - 21:30 Uhr
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