Westfalen-Blatt: zu VW-Chef Müller
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Ein Unternehmer, der unter Druck steht, sollte sich dreimal
überlegen, ob er Kunden kritisiert. In der Kultur und erst Recht in
Zeiten wie denen von Schriftsteller Peter Handke und Regisseur Claus
Peymann mag das Publikum solches Verhalten goutieren. Doch der
normale Volkswagen-Käufer tickt anders. Er kommt schnell darauf,
dass Matthias Müller, der Mann an der Spitze des größten europäischen
Autokonzerns, wohl nur ablenken will - sei es von der Trickserei
bei Abgaswerten und Spritverbrauch, oder sei es von der
Ungleichbehandlung seiner amerikanischen und europäischen Kunden in
der Frage der Entschädigung. Was Müllers eigentliches Thema, die
Elektromobilität, betrifft, so weiß der VW-Chef sehr wohl, dass die
Branche selbst lange genug behauptet hat, dass dieser Weg in die
Sackgasse führe. Nun, da die Batterien endlich besser, die
Reichweiten allmählich größer, die Ladezeiten kürzer und die Preis
hoffentlich bald niedriger werden, wird auch der Kunde sich
umorientieren. VW muss sich, wie andere Konzerne auch, beeilen.
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Datum: 20.11.2016 - 21:15 Uhr
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