Lausitzer Rundschau: Die Versäumnisse von gestern
die rechtsradikale Fanszene von Energie Cottbus
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rechtsradikal. Das ist nicht neu, und Cottbus ist damit auch nicht
allein im deutschen Fußball. Doch mit dem Abstieg in die vierte Liga
wird das Problem im wahrsten Sinne des Wortes sichtbarer. Unter 5000
Zuschauern fällt eine von Rechtsradikalen gelenkte Gruppe von
einhundert Pöblern mehr auf als bei 10000, die das Stadion zu
Zweitliga-Zeiten füllten. Und für friedliche Fans wird es damit auch
immer schwieriger, sich dieser Szene entgegenzustellen. Als Energie
Cottbus noch deutlich mehr Geld und personelle Kapazität hatte, um
das Thema anzupacken, übte sich die Vereinsspitze im Beschwichtigen.
Ein früherer Vereinspräsident attackierte sogar öffentlich den
Verfassungsschutz als Überbringer der schlechten Nachricht. Im
Schatten dieser Strategie konnten Rechtsextremisten ihren Einfluss
auf die Cottbuser Fanszene verfestigen. Der Verein, von finanziellen
und sportlichen Problemen gebeutelt, badet diese Versäumnisse nun
aus. Respekt, wenn er trotzdem versucht, das Ruder nun doch noch
herumzureißen.
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Datum: 21.11.2016 - 20:04 Uhr
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