Rheinische Post: Kommentar: Denkzettel für die NRW-Flughafenpolitik
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Großflughafen Berlin vom Bund als einer der drei künftig wichtigsten
Airports Deutschlands gesehen wird. Aber es ist für NRW eine Blamage,
dass der führende Flughafen des bevölkerungsreichsten Landes nicht
automatisch als vierter national wichtiger Airport genannt wird. Was
muss sich ändern? NRW-Verkehrsminister Michael Groschek (SPD) sollte
zugeben, dass er die höheren Kapazitäten am Airport Düsseldorf für
notwendig hält. Es ist für die Wähler unzumutbar, dass die SPD sich
vor der Landtagswahl im Mai wegduckt. Zweitens sollte das Land ein
aktuelles NRW-Luftverkehrskonzept vorlegen. Darin muss natürlich die
führende Rolle von Düsseldorf bestätigt werden. Es sollte aber auch
entschieden werden, dass im Osten des Landes nur ein Airport
überleben soll. Paderborn, Dortmund und Münster schwächeln alle, weil
sie sich Reisende wegnehmen und keiner viele Flüge anbietet. Gäbe es
dagegen nur noch einen östlichen NRW-Flughafen, würde der mehr
Airlines anziehen, die wiederum mehr Ferienpassagiere anlocken, die
"kritische Masse" wäre dann da. Ergebnis: Düsseldorf wäre von reinen
Ferienflügen entlastet und hätte mehr Kapazität für Geschäftsleute
und Umsteiger.
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Datum: 22.11.2016 - 20:16 Uhr
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