Rheinische Post: Kommentar: Der Fiskus schlampt
ID: 1432164
doch das Finanzgericht Niedersachsen hat die Berechnung des
Kinderfreibetrags schon mal in der Luft zerrissen. Das ist peinlich
für das Bundesfinanzministerium, das sich gerne als Hort der
Seriosität geriert. 2014 hatte die Regierung es einfach unterlassen,
die Erhöhung des Freibetrags an die Steuerzahler weiterzureichen. Was
ist das für ein Demokratie-Verständnis? Gerade beim Existenzminimum
von Kindern verbietet sich Schlamperei. Zugleich geht die Kritik der
Richter weit über 2014 hinaus. Sie werfen dem Gesetzgeber eine
grundsätzliche Ungleichbehandlung vor: Beim Kinderfreibetrag nimmt
der Staat auf das Alter der Kinder keine Rücksicht, bei Hartz IV
schon. Dabei geht es in beiden Fällen um die Sicherung des
Existenzminimums. Das hat zur Folge, dass für volljährige Kinder in
der Ausbildung ein geringerer Betrag steuerfrei gestellt wird als für
Kinder, die von der Schule gleich in Hartz IV wechseln. Anstrengung
wird bestraft, Nichtstun belohnt - das empört die Verfassungsrichter
hoffentlich genauso wie die betroffenen Eltern.
www.rp-online.de
Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion
Telefon: (0211) 505-2621
Original-Content von: Rheinische Post, übermittelt durch news aktuell
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 02.12.2016 - 20:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1432164
Anzahl Zeichen: 1443
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Düsseldorf
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 356 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Rheinische Post: Kommentar: Der Fiskus schlampt"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Rheinische Post (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Neu-Nationalspieler Florian Neuhaus mag keine Vergleiche mit Toni Kroos und Ex-Nationalspieler Bastian Schweinsteiger. "Beide sind große Spieler, die eine Ära des deutschen Fußballs geprägt haben. Natürlich ist es faszinierend, wie Kroos die Kontrolle über ein Spiel hat, und alles, was er
Ex-Nationalspieler Uwe Rahn an Darmkrebs erkrankt ...
Der frühere Nationalspieler und Torschützenkönig der Fußball-Bundesliga, Uwe Rahn, ist an Darmkrebs erkrankt. Das sagte der 58-Jährige im Interview mit der Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Dienstag). "Die Diagnose war für mich natürlich ein Schock. Da der Krebs fortgeschritten
NRW-Oppositionsführer Kutschaty fordert Ende von Armin Laschets "Stop-and-Go-Politik" ...
Kurz vor dem Treffen der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Montag dringt die SPD-Landtagsfraktion auf einen klaren Kurs der nordrhein-westfälischen Landesregierung: "Armin Laschet muss seine Strategie überdenken und rauskommen aus dieser Stop-and-Go-Politik. Lock
Weitere Mitteilungen von Rheinische Post
Rheinische Post: Kein Ersatz für Renzi ...
Die Unterscheidung gilt sicher noch immer: Es gibt, wie der berühmte deutsche Soziologe Max Weber vermerkt hat, Berufspolitiker, die für die Politik leben, und solche, die von ihr leben. Im Idealfall trifft beides zu, denn auch ein leidenschaftlicher Politiker muss sein Auskommen haben. Desweg
Südwest Presse: Kommentar zum Kabinett von Donald Trump ...
Niemand sollte sich wundern, wenn ein Kandidat, der mit unkonventionellen und oft anstößigen Methoden eine Wahl gewinnt, auf Kurs bleibt. So gesehen kann unter Donald Trump die Aufstellung eines Kabinetts kein gewöhnlicher politischer Prozess sein. Seine häufigen Tweets und das Gerangel um d
WAZ: Stiefkind Grundschule - Kommentar von Matthias Korfmann zum Lehrermangel an Grundschulen ...
Der Verband VBE ist nicht die größte Lehrergewerkschaft im Land, aber mit Sicherheit die lauteste. Gerade prangerte er Gewalt gegen Lehrer an, davor das Chaos bei der Umsetzung der Inklusion, nun geht es um Lehrermangel an Grundschulen. Für das Schulministerium ist das unangenehm. Der Verband
Neue Westfälische (Bielefeld): Hollandes Abgang Ruhmlos Peter Heusch, Paris ...
Auch wenn nun Freund wie Feind von einer Entscheidung voller Würde sprechen, so war der Abgang von François Hollande wie seine in vier Monaten ausklingende Präsidentschaft: ruhmlos. Und auch dies: unabwendbar. Weil er zuletzt jeden Rückhalt verloren hatte, blieb dem Sozialisten nichts andere




