Myanmar - ein vielversprechender Markt für deutsche und europäische Unternehmen
ID: 1434483
- Erster Myanmar Business Confidence Survey von Roland Berger
analysiert unternehmerisches Umfeld in dem
53-Millionen-Einwohner-Land
- Wirtschaftliche Öffnung nach jahrzehntelanger Isolation sorgt für
sehr gute Wachstumsaussichten
- Firmen vor Ort planen Expansion durch internationale Kooperationen:
Chancen für den Einstieg
Nach Jahrzehnten der Isolation öffnet sich Myanmar derzeit in
atemberaubendem Tempo für den Weltmarkt und für Investitionen aus dem
Ausland. Mit acht bis zehn Prozent Wirtschaftswachstum pro Jahr
bietet das Land die seltene Chance für internationale Unternehmen, in
einem jungen und vielversprechenden Markt aktiv zu werden. Allerdings
gibt es auch einige Hürden zu überwinden, damit ein Engagement in
Myanmar zum Erfolg wird. Zu diesem Schluss kommt der erste "Myanmar
Business Confidence Survey", für den Roland Berger über 200 Manager
von nationalen und internationalen Unternehmen befragt hat.
"Der Enthusiasmus bei Unternehmern und Managern in Bezug auf
Myanmar ist groß", sagt Thomas Klotz, Managing Partner von Roland
Berger South-East Asia. "Wenn sich ein Land mit 53 Millionen
Einwohnern nach langer wirtschaftlicher Isolierung dem Weltmarkt
öffnet, bietet das internationalen Firmen ein enormes Potenzial." So
nennen 80 Prozent der befragten Unternehmen die Jungfräulichkeit und
Größe des Markts als Hauptgrund für ihr Engagement in Myanmar.
Reformen für bessere Rahmenbedingungen
Für zwei Drittel der Befragten spielt außerdem das Bekenntnis der
Regierung zu Reformen eine wichtige Rolle. 73 Prozent der Firmen
erwarten daher eine weitere Verbesserung des Geschäftsumfelds. Und
mehr als 90 Prozent planen, ihre Aktivitäten in Myanmar im kommenden
Jahr auszubauen; über die Hälfte von ihnen möchte dabei auf
internationale Partnerschaften setzen. "Das ist aus unserer Sicht ein
sehr wichtiger Ansatz. Denn hier liegen große Chancen für deutsche
und europäische Unternehmen", sagt Klotz.
Doch Erfolg ist auch in Myanmar keine Selbstverständlichkeit,
mahnt der Roland Berger-Experte: "Das zeigt sich daran, dass die
Zufriedenheit der Firmen mit ihrem Geschäftserfolg umso höher ist, je
länger sie bereits im Land sind. Auf diesem komplexen Markt sind also
Geduld und Durchhaltevermögen gefragt."
Myanmar: viele Hürden für internationale Firmen
Wie die meisten Entwicklungsländer hält auch Myanmar einige
Herausforderungen für Unternehmen bereit: So nennen etwa 85 Prozent
der befragten Manager den Mangel an gut ausgebildeten Arbeitskräften
als Problem - andererseits sind sie aber auch bereit in Mitarbeiter
und deren Entwicklung zu investieren. Sorgen macht den Unternehmen
auch, dass die neue Regierung noch keine genügend klare
Wirtschaftspolitik verfolgt (76%), Gesetzgebungsprozesse zu
unvorhersehbar ablaufen (75%) und die Durchsetzung von Regeln und
Gesetzen oft noch zu willkürlich ist (69%). "Diese Schwachstellen
zeigen, dass es noch viel Bedarf an öffentlichen Reformen gibt", sagt
Thomas Klotz. "Unsere Gespräche mit Regierungsvertretern zeigen aber
auch, dass Myanmar einen wirklichen Wandel vorantreiben und schnelle
Fortschritte erreichen will."
Insgesamt leiten die Roland Berger-Experten aus ihren Erfahrungen
vor Ort und den Ergebnissen des "Myanmar Business Confidence Survey"
eine klare Empfehlung ab: Myanmar bietet hervorragende Chancen für
internationale Unternehmen, die in neue und wachsende Märkte
expandieren wollen. "Vor allem Firmen aus Branchen wie Energie,
Infrastruktur, Bau, Chemie, Tourismus und Konsumgüter haben gute
Aussichten in dem Land", sagt Klotz. "Wichtig ist aber ein baldiger
Einstieg, bevor sich andere Unternehmen auf dem Markt etabliert
haben."
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Datum: 09.12.2016 - 09:00 Uhr
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