Frankfurter Rundschau: Putins Mann in Washington
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Standards der Politik, wie wir sie kennen. Der designierte
US-Präsident will den Chef des Ölkonzerns Exxon-Mobil zu seinem
Außenminister machen. Das ist nicht etwa problematisch, weil Rex
Tillerson keine Erfahrung in der internationalen Politik hat. Das
kann er lernen. Dazu hat er Mitarbeiter im Außenministerium.
Problematisch ist vielmehr die Nähe Tillersons zum russischen
Präsidenten Wladimir Putin. Der hat ihm einen Orden verliehen, wegen
der guten Geschäfte, die Tillerson mit russischen Konzernen gemacht
hat. Dass der Öl-Manager bisher ein Gegner der US-Sanktionen gegen
Russland war, macht die Sache nicht besser, sondern schlimmer. Schon
jetzt dreht sich die Debatte in den USA nur noch um eine Frage: Kann
Trumps Favorit die Interessen des Landes wirkungsvoll vertreten? Da
wird Tillerson machen können, was er will. Den Ruch, er könnte im
Zweifel Putins Mann in Washington sein, wird er nicht mehr loswerden.
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Datum: 13.12.2016 - 16:52 Uhr
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