Südwest Presse: Kommentar zur Strafbarkeit von Fake News
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Salatköpfe mit Giftstoffen besprühen? Falls ja, sollten Sie diese
Einschätzung besser nicht im Internet posten, weil Sie sonst Gerda
Hasselfeldt, der Chefin der CSU-Landesgruppe im Bundestag, in die
Hände fallen könnten. Denn sie will das Verbreiten von Fake News,
also bewusster Falschnachrichten, strafrechtlich verfolgen lassen.
Nun ist die Erkenntnis, dass sich das Netz zur Müllkippe absurder
Vorstellungen entwickelt hat, korrekt. Doch Hand aufs Herz: Wie viele
Verlage fahren satte Erträge ein dank Ufo-Wahn und "Wahrheiten" über
Geisterjäger im Nazi¬-Bunker? Waren solche Machwerke je Anlass für
den Ruf nach dem Staatsanwalt? Nein, denn sie kamen nicht aus dem
Hause Putin. Die Angst vor dem russischen Bären treibt Europa seit
dem 19. Jahrhundert um. Später befeuerte der Kalte Krieg Gerüchte um
Superwaffen, die am Ende nur die Kinowelt bereicherten. Heute sind es
die Hackergrüße aus Moskau, die uns den Verstand rauben. Gerda
Hasselfeldt sollte ihr Wahrheitsministerium lassen, wo es hingehört:
im Reich Orwellscher Phantasien.
Pressekontakt:
Südwest Presse
Ulrike Sosalla
Telefon: 0731/156218
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Datum: 13.12.2016 - 19:23 Uhr
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