Tier des Jahres 2017: die Haselmaus / Noch verschläft der kleine Nager das Rampenlicht / Die Deutsche Wildtier Stiftung erklärt, warum er so bedroht ist
ID: 1437742
den Menschen großes Aufsehen zu erregen: die Haselmaus. Das winzige
Wesen mit Miniaturohren, dunklen Knopfaugen und einem Schwanz so lang
wie der ganze Körper schlummert jetzt dem Frühling entgegen. Was die
Langschläfer nicht ahnen: Sie werden berühmt! Als Tier des Jahres
2017 soll die Haselmaus in die Schlagzeilen! "Die Deutsche Wildtier
Stiftung hat sich gemeinsam mit der Schutzgemeinschaft Deutsches Wild
für dieses faszinierende Säugetier aus der Familie der Bilche
entschieden. "Die Wahl zum Tier des Jahres 2017 soll auf die Probleme
der Haselmaus hinweisen", sagt Hilmar Freiherr von Münchhausen,
Geschäftsführer der Deutschen Wildtier Stiftung. "Denn der Nager ist
bereits in mehreren Bundesländern gefährdet und in Sachsen-Anhalt
sogar vom Aussterben bedroht."
Haben Sie Mut zur Wildnis? Dann wohnt vielleicht sogar eine
Haselmaus in Ihrem Garten. "Das scheue Tier bekommt man nur selten zu
Gesicht. Aber wenn Sie eine ausgehöhlte Haselnuss finden, könnte es
sein, dass eine Haselmaus zu Besuch war", sagt der Geschäftsführer
der Deutschen Wildtier Stiftung. "Um an den fetthaltigen Kern zu
gelangen, öffnet die Haselmaus mit ihren winzigen Nagezähnen die
Schale, indem sie ein kreisrundes Loch hineinfrisst."
Haselmäuse haben viele Probleme: Ausgeräumte Agrarlandschaften
ohne artenreiche Hecken und Gehölze, strukturarme Waldränder und der
Mangel an unterschiedlichen Baumfrüchten sind maßgeblich für den
Rückgang der Population mitverantwortlich.
Haselmäuse haben eine reichhaltige Speisekarte. Sie fressen im
Frühjahr die Knospen und Blüten, vertilgen im Sommer auch mal
Insekten. "Im Herbst mögen sie am liebsten Nüsse - wie der Name
verrät, bevorzugen sie Haselnüsse", sagt Münchhausen. "Sie brauchen
das Fett, um sich genügend Speck für den Winterschlaf anzufressen."
Zum Überwintern bauen Haselmäuse dicht gewobene Nester in der
Laubschicht am Boden. Ende März erwachen die Langschläfer aus ihrem
halbjährigen Schlaf.
Seit 1992 wählt die Schutzgemeinschaft Deutsches Wild das Tier des
Jahres. Bei der Auswahl spielt die Gefährdung eines Tieres, wie auch
die Bedrohung von Lebensräumen eine wesentliche Rolle. Seit November
2016 ist die Schutzgemeinschaft Deutsches Wild Teil der Deutschen
Wildtier Stiftung. Die Schutzgemeinschaft Deutsches Wild wurde 1949
von dem vielfach ausgezeichneten Naturschützer und Umweltpolitiker
Dr. Wolfgang Burhenne gegründet. "Weltweit hat der Natur- und
Artenschutz dem heute hochbetagten Dr. Burhenne viel zu verdanken -
wir sind stolz, seine Arbeit zum Tier des Jahres fortzusetzen", sagt
Hilmar Freiherr von Münchhausen.
Pressekontakt:
Kostenloses Bildmaterial: www.Presse.DeutscheWildtierStiftung.de
Eva Goris, Pressesprecherin, Christoph-Probst-Weg 4, 20251 Hamburg,
Telefon 040 9707869-13, Fax 040 9707869-19,
E.Goris@DeutscheWildtierStiftung.de, www.DeutscheWildtierStiftung.de
Original-Content von: Deutsche Wildtier Stiftung, übermittelt durch news aktuell
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 19.12.2016 - 10:42 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1437742
Anzahl Zeichen: 3384
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Hamburg
Kategorie:
Umwelttechnologien
Diese Pressemitteilung wurde bisher 306 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Tier des Jahres 2017: die Haselmaus / Noch verschläft der kleine Nager das Rampenlicht / Die Deutsche Wildtier Stiftung erklärt, warum er so bedroht ist"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Deutsche Wildtier Stiftung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
In Mecklenburg-Vorpommern galt die Europäische Wildkatze seit rund 200 Jahren als verschollen. Nun konnte erstmals ein Vertreter dieser scheuen Art in Vorpommern genetisch nachgewiesen werden – auf den Flächen der Deutschen Wildtier Stiftung bei Strasburg. Es handelt sich um das derzeit nordöst
Am 20. Mai ist Weltbienentag ...
Der Name „Wildbienenhotel“ passt eigentlich nur bedingt: Denn anders als wir Menschen checken die summenden Bestäuber in ihr Hotel nicht ein, um sich wie im Urlaub zu entspannen. Stattdessen wird hier hart gearbeitet: Die Wildbienenweibchen bauen Nestkammern, tragen Blütenpollen und Nektar fü
Augen auf für den Artenschutz / Jetzt mitmachen und vom 15. bis 25. Mai Igel und Maulwürfe zählen ...
Der eine verrät sich durch sein Schnaufen, der andere durch frisch aufgeworfene Erdhaufen – und beide futtern gerne Regenwürmer: Igel und Maulwurf sind Deutschlands bekannteste Gartenbewohner. Aber wo sieht man sie überhaupt noch? Vom 15. bis 25. Mai gilt es, im eigenen Garten, auf Wiesen und i
Weitere Mitteilungen von Deutsche Wildtier Stiftung
UN-Biodiversitätskonferenz: Anstrengungen beim Schutz der biologischen Vielfalt weltweit verstärken ...
Anlässlich der im mexikanischen Cancún zu Ende gegangenen 13. Weltbiodiversitätskonferenz hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) von der Staatengemeinschaft konkrete Maßnahmen gefordert, um den Verlust von Arten und Lebensräumen zu stoppen. "Beim Schutz unverzichtba
10. Jahrestag der CleanEquity® Monaco - Unternehmen& Kooperationen ...
CleanEquity® Monaco präsentiert eine neue Aufstellung nachhaltiger und sauberer Best-in-Class Technologieunternehmen. Jedes Unternehmen hat die Möglichkeit, sich Finanzinvestoren und strategischen Investoren, Partnern & Käufern, politischen Entscheidungsträgern, Endanwendern und den Med
Orang-Utans: Waldmenschen im Babyglück (FOTO) ...
Indonesien: Die Zoologische Gesellschaft Frankfurt und der WWF freuen sich über Nachwuchs bei seltenen Orang-Utans im gemeinsamen Projektgebiet. Wie kaum eine andere Art stehen Orang-Utans symbolisch für die Zerstörung der Natur in Südostasien. In nur zwei Jahrzehnten haben die rotha
Holzenkamp/Stockhofe: Nutztiere stärker vor Wolfsübergriffen schützen ...
Rückkehr des Wolfes gelingt nicht ohne effektiven Herdenschutz Der Bundestagsausschuss für Ernährung und Landwirtschaft hat am heutigen Mittwoch über den Bericht der Bundesregierung zum Herdenschutz in Bezug auf zunehmende Wolfsübergriffe auf Weidetiere beraten. Dazu erklären der agrar




