Weser-Kurier:Über die Pflegekammer in Niedersachsen schreibt Peter Mlodoch:
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verdienen für ihren anstrengenden und belastenden Job deutlich mehr:
mehr Geld, bessere Arbeitsbedingungen, größere Anerkennung. Ob man
dies aber mit einer Pflegekammer, die Niedersachsen nun nach
Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein als drittes Bundesland
einführt, erreichen kann, ist höchst fraglich. Denn echte
Kompetenzen, die den Beruf attraktiver gestalten könnten, hat die
neue Anstalt so gut wie keine. Sie darf weder Tarife noch Pflegesätze
aushandeln. Stattdessen wird sie die 70000 Beschäftigten erst einmal
mit einem Zwangsbeitrag zur Kasse bitten - um damit vor allem einen
personell aufgeblähten Apparat zu finanzieren. Die Kritik an diesem
Bürokratiemonster ist berechtigt. Allerdings ist das Jammern von
Gewerkschaften und Verbänden auch heuchlerisch. Hätten die
Sozialpartner die Interessen der Pflegekräfte immer so vehement
vertreten, wie sie jetzt den Widerstand organisieren, wäre der Ruf
nach einer Pflegekammer vielleicht erst gar nicht aufgekommen. Auch
die Skepsis in Bremen klingt zwiespältig. Geht es dem Senat wirklich
um die Pflegekräfte? Oder will Rot-Grün einfach nur die heilige Kuh
Arbeitnehmerkammer nicht antasten?
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Datum: 27.12.2016 - 19:40 Uhr
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