HPV und ver.di einigen sich auf neuen Tarifvertrag in der Papier- und Kunststoffverarbeitung / Arbeitgeber gehen an Belastungsgrenze - Abschluss dennoch Erfolg für Betriebe und Beschäftigte
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(HPV) e.V. und die Gewerkschaft ver.di haben sich in der vierten
Runde nach 13-stündigen Gesprächen in Berlin in der Nacht zum
Dienstag auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt.
Ab dem 1. Januar 2017 werden die Löhne, Gehälter und
Ausbildungsvergütungen der Beschäftigten in der Papier, Pappe und
Kunststoffe verarbeitenden Industrie um 2,1 Prozent erhöht; ab 1.
April 2018 steigt der Lohn ebenfalls um 2,1 Prozent. Die Einigung
sieht eine 24-monatige Laufzeit vor. Der Abschluss gilt vorbehaltlich
der schriftlichen Zustimmung der Tarifvertragsparteien bis zum 31.
Oktober 2018.
Jürgen Peschel, Verhandlungsführer des HPV, bewertet den Abschluss
in Anbetracht der aktuell schwierigen Branchen-Situation als gerade
noch vertretbar: "Unser Ziel war es, nach zwei Abschlüssen mit hohen
Reallohnsteigerungen, den Unternehmen bessere Handlungsspielräume für
Investitionen und gleichzeitig mehr Planungssicherheit zu
verschaffen; dies ist mit der heutigen Einigung erreicht worden, auch
wenn wir dafür an die Belastungsgrenze gehen mussten. Auch die
Belegschaften profitieren von den Lohnerhöhungen. Bei einer weiterhin
als mäßig prognostizierten Teuerungsrate sorgen die Entgelterhöhungen
mit der aktuellen Einigung und den vergangenen Abschlüssen weiterhin
für mehr Geld im Portemonnaie."
Der Tarifabschluss liegt deutlich unter ver.dis ursprünglicher
Forderung nach 5,0 Prozent mit einer Laufzeit von lediglich zwölf
Monaten. Dafür hatte die Gewerkschaft drei Verhandlungsrunden lang
geworben und zu zahlreichen Warnstreiks aufgerufen.
Pressekontakt:
Stefan Rössing, Hauptgeschäftsführer des HPV
Telefon: 030 / 24 78 183-10
E-Mail: stefan.roessing@hpv-ev.org
Wolfram Zabel, Geschäftsführung 74z Consult
Telefon: 0151 / 23 45 32 62
E-Mail: waz@74z.de
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Datum: 10.01.2017 - 07:30 Uhr
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