Frankfurter Rundschau: Merkels Worte
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Besuch in Ankara. Die Kanzlerin hat den türkischen Staatschef Recep
Tayyip Erdogan ermahnt, demokratische Freiheitsrechte einzuhalten und
die Gewaltenteilung zu achten. Damit hat sie die türkische
"Säuberung" und die damit verbundenen zahlreichen Verhaftungen von
Politikern und Journalisten genauso kritisiert wie Erdogans Plan, mit
einer Volksabstimmung über ein Präsidialsystem seine Macht zu
vergrößern und zugleich demokratische Rechte einzuschränken. Darüber
hinaus hat sie sich mit Oppositionspolitikern getroffen und vor der
Bespitzelung von Gülen-Anhängern in Deutschland gewarnt. Das ist
nicht wenig. Ein fader Beigeschmack aber bleibt. Denn Erdogan wird
die Bilder mit der Kanzlerin für seine Ziele nutzen. Die größtenteils
gleichgeschalteten Medien werden ihren Teil dazu beitragen und sicher
nicht allzu ausführlich über Merkels kritische Worte berichten.
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Datum: 02.02.2017 - 16:46 Uhr
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