ARD radiofeature im Februar: "Terrorwarnung - Ein Featureüber IS-Rückkehrer und die Grenzen der Sicherheit"
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Tausende junger Männer und Frauen aus Europa hat der "Islamische
Staat" (IS) zum Kampf in den Nahen Osten gelockt, über 800 davon aus
Deutschland. Viele sind schon zurückgekehrt, manche kriegstrainiert
und entschlossen, andere desillusioniert oder schwer traumatisiert.
Die deutsche Gesellschaft und ihre Behörden haben ein massives
Problem: Wie verhindert man die Radikalisierung junger Menschen? Wie
erkennt und stoppt man Terroristen?
Das neue ARD radiofeature von Tom Schimmeck (Norddeutscher Rundunk)
sucht in den Lebensgeschichten junger Kriegerinnen und Krieger nach
Auslösern und Motiven. Es betrachtet Propaganda und Idole des Terrors
sowie die Methoden und Chancen der Präventionsarbeit. Das Feature
"Terrorwarnung - Ein Feature über IS-Rückkehrer und die Grenzen der
Sicherheit" ist ab Sonntag, 19. Februar 2017, in sieben Wort- und
Kulturwellen der ARD und im Internet unter www.radiofeature.ard.de zu
hören.
Schimmeck zeichnet die Entstehungsgeschichte des IS nach und erklärt
dessen ausgeklügelte Medienkampagne, mit der neue Kämpfer rekrutiert
werden sollen. Mit Tausenden Fotos, Videos und sogar eigener Musik,
sogenannten Nashids, hat sich der IS zur einer wiedererkennbaren
Marke entwickelt - ähnlich wie McDonald's oder Coca-Cola.
Die massive Präsenz im Internet, insbesondere in sozialen Netzwerken,
ist aber nur ein Teil des Radikalisierungsprozesses. Dieser beginnt
meistens in der Offline-Welt. Empfänglich sind vor allem Menschen,
die am Rande der Gesellschaft stehen und sich von einem Leben beim IS
einen Neuanfang versprechen. Auch Kinder und Jugendliche, die in
einer immer komplizierteren Welt nach einfachen Antworten und klaren
Strukturen suchen, sind ein leichtes Ziel für die Terrorpropaganda.
Die Zahl sogenannter Gefährder - wie etwa Berlin-Attentäter Anis Amri
- wird vom Bundeskriminalamt auf etwa 500 geschätzt. Allein für deren
lückenlose Überwachung bräuchte die Polizei Tausende Beamte. Die
Politik verspricht mehr Stellen. Auch der Verfassungsschutz rüstet
auf. Sogar Kinder sollen nun beobachtet werden.
Mit all diesen Sicherheits- und Überwachungsmaßnahmen würden aber
allenfalls die Symptome bekämpft, sagt ein Terrorismusexperte. Ziel
von Terror sei nicht zwangsläufig, viele Leute umzubringen, sondern
zu terrorisieren - Angst einzujagen, Misstrauen zu säen, die
Gesellschaften zu spalten und zu polarisieren. Wichtig sei daher die
Präventionsarbeit. Fremde sollen sich nicht zum Fremdsein verdammt
fühlen. Es braucht Perspektive, ein Teil unserer Gesellschaft werden
zu können und Wertschätzung für alle Menschen.
Tom Schimmeck, Jahrgang 1959, beschäftigt sich als Reporter und Autor
mit politischen Themen in aller Welt. Seine Radiofeatures wurden
bereits mit dem Ernst-Schneider-Preis, dem "Rüdi", dem Deutschen
Sozialpreis, dem Schweizer Featurepreis und dem RIAS Radiopreis
ausgezeichnet.
Sendetermine:
WDR 5 Sonntag, 19. Februar 2017, 11:05 Uhr
SWR 2Mittwoch, 22. Februar 2017, 22:03 Uhr
Antenne SaarSamstag, 25. Februar 2017, 17:04 Uhr
SR 2Samstag, 25. Februar 2017, 17:04 Uhr
BR 2Samstag, 25. Februar 2017, 13:05 Uhr
Nordwestradio (RB)Sonntag, 26. Februar 2017, 16:05 Uhr
NDR Info Sonntag, 26. Februar 2017, 11:05 Uhr
hr2-kulturSonntag, 26. Februar 2017, 18:05 Uhr
Redaktion: Christiane Glas (NDR)
Eine Produktion des Norddeutschen Rundfunks für das ARD radiofeature
2017
Registrierte Nutzer der WDR-Presselounge (www.presse.wdr.de) können
das Radiofeature ab sofort im Vorführraum anhören.
Fotos finden Sie unter www.ard-foto.de
Pressekontakt:
Westdeutscher Rundfunk Köln
Uwe-Jens Lindner
Presse und Information
Telefon: 0221 220 7123
uwe-jens.lindner@wdr.de
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Datum: 15.02.2017 - 11:00 Uhr
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