WDR-Magazin "Westpol": SPD laut Umfrage in NRW deutlich vor der CDU
ID: 1458109
Nordrhein-Westfalen zeigt sich auch in NRW ein "Schulz-Effekt": die
SPD kann sich bei der Sonntagsfrage klar von der CDU absetzen. Der
grüne Koalitionspartner dagegen verliert stark. Rot-Grün hätte keine
Mehrheit. Das ist das Ergebnis des NRW-Trends, den Infratest dimap im
Auftrag des WDR-Magazins "Westpol" (Sonntag, 19.30 Uhr, WDR
Fernsehen) in dieser Woche erhoben hat. Wenn bereits an diesem
Sonntag gewählt würde, käme die SPD auf 37 Prozent (+5), die CDU
verliert 2 Prozentpunkte und käme auf 30 Prozent.
Die Grünen verlieren deutlich und liegen jetzt nur noch bei 7
Prozent (-5), die FDP bleibt unverändert bei 7 Prozent. Hoffnung auf
den Einzug in den Landtag können sich die Linken mit 6 Prozent (+1)
machen. Auch die AfD kann noch mal leicht zulegen und wäre mit 10
Prozent (+1) drittstärkste Kraft im Land. Neben einer großen
Koalition wären nur Dreierbündnisse wie Rot-Rot-Grün oder die Ampel
aus SPD, Grünen und FDP potentielle Regierungsoptionen.
Zufriedenheit mit Landesregierung geteilt
Die Arbeit der Landesregierung wird insgesamt etwas besser
bewertet als noch im Herbst 2016. Etwa die Hälfte der
Nordrhein-Westfalen (51 Prozent; +4) ist mit der Arbeit der
Landesregierung zufrieden. 47 Prozent (-3) sind eher unzufrieden. Mit
der Beurteilung liegt das Düsseldorfer Kabinett im bundesweiten
Vergleich der Landesregierungen im Mittelfeld.
Besonders positiv wird die Arbeit der Ministerpräsidentin
bewertet. Hannelore Kraft hat mit 64 Prozent (-1) ihre Popularität
bei den Bürgern seit Mai vergangenen Jahres halten können. Hinter der
SPD-Politikerin platzieren sich die Spitzenkandidaten von FDP und
CDU, Christian Lindner (44 Prozent, -4) und Armin Laschet (40
Prozent, +2). Dahinter folgen Grünen-Schulministerin Sylvia Löhrmann
(25 Prozent, -7), Innenminister Ralf Jäger (24 Prozent, -3) sowie
Linken-Landeschefin Özlem Demirel (20 Prozent). Schlusslichter sind
im Urteil der Wahlberechtigten Marcus Pretzell (7 Prozent) von der
AfD und Michele Marsching (4 Prozent) von den Piraten, die jedoch
jeweils einer großen Mehrheit im Bundesland kein Begriff sind.
Kraft gilt als sympathischer und führungsstärker als Laschet Der
vergleichsweise größere Rückhalt der SPD-Ministerpräsidentin spiegelt
sich nach wie vor in der Direktwahl-Frage wieder. Können sich die
Wähler zwischen Hannelore Kraft und Armin Laschet entscheiden, würden
58 Prozent (+2 zu Oktober) die SPD-Politikerin, 26 Prozent (+6) den
CDU-Politiker wählen. Kraft gilt im Vergleich mit Laschet als
sympathischer (57:20), führungsstärker (53:20), glaubwürdiger (46:19)
und auch als sachkundiger (35:22).
Für den NRW-Trend hat Infratest dimap in dieser Woche 1.002
Wählerinnen und Wähler in Nordrhein-Westfalen telefonisch befragt.
Ihre Antworten sind repräsentativ für alle Wahlberechtigten.
Verwendung nur im Zusammenhang mit Quellenangabe "WDR-Magazin
Westpol" (Sonntag, 19.02., 19.30 Uhr).
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Telefon 0221 220 7100
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Datum: 19.02.2017 - 14:22 Uhr
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