Zu wenig, zu langsam: Deutschen Unternehmen fehlt ganzheitliche Digitalstrategie

Zu wenig, zu langsam: Deutschen Unternehmen fehlt ganzheitliche Digitalstrategie

ID: 1458522
(ots) - Mehr als 300 IT-Verantwortliche für aktuelle
Studie befragt. Defizite auf strategischer, organisatorischer und
personeller Ebene - "Silodenken" überwinden, technisches Verständnis
erwerben

Rund zwei Drittel der Unternehmen in Deutschland, Österreich und
der Schweiz haben keine ganzheitliche Strategie bei der Umsetzung
ihrer Digitalisierungsprojekte. So stimmt nicht einmal jede fünfte
kleinere Firma ihre digitalen Projekte aufeinander ab, bei großen
Konzernen macht es immerhin jeder zweite. Nach Branchen betrachtet
sind Banken und Versicherungen Vorreiter wenn es um koordiniertes
Vorgehen geht (49 Prozent), gefolgt vom öffentlichen Sektor (45
Prozent). Deutlich im Rückstand liegt der Handel mit 24 Prozent. Das
geht aus der "4 digital"-Studie hervor, an der die internationale
Managementberatung Oliver Wyman federführend beteiligt war und die
speziell zu den Hamburger IT-Strategietagen 2017 aufgelegt wurde.

Im Rahmen der Studie wurden mehr als 300 IT-Verantwortliche in
Unternehmen der DACH-Region zum aktuellen Stand der digitalen
Transformation in ihrer Firma, den Hindernissen bei einer zügigen
Umsetzung von Digitalisierungsprojekten und den kommenden
Herausforderungen durch die Digitalisierung befragt. Kai Bender,
Partner und Verantwortlicher für das Deutschlandgeschäft der globalen
Digital-Practice bei Oliver Wyman: "Die Antworten auf unsere Fragen
zeigen, dass die meisten Unternehmen noch deutlichen Nachholbedarf
haben. Zugleich aber wird in unserer Studie auch klar, wo die Hürden
liegen und was zu tun ist."

Etwa die Hälfte der Unternehmen sieht mangelndes Bewusstsein bei
einzelnen Mitarbeitern sowie deren unzureichende
Digitalisierungs-Fähigkeiten als die beiden wichtigsten
organisatorischen Hindernisse auf dem Weg in die digitale
Transformation. Hinzu kommt eine behäbige IT: Rund 60 Prozent der


befragten CIOs und IT-Leiter äußern sich in diesem Zusammenhang
selbstkritisch und meinen, ihre IT müsse dynamischer und flexibler
gestaltet werden, um für die Digitalisierung gewappnet zu sein. Die
Hürden auf der strategischen Ebene: 40 Prozent der befragten
Unternehmen haben noch gar keine Digitalisierungsstrategie entworfen
und in ebenso vielen Firmen ist die Verantwortung für die
Digitalisierung nicht eindeutig zugeordnet, sondern verteilt sich auf
mehrere Schultern.

Oliver Wyman identifiziert vier wesentliche Faktoren, wie der Weg
zur digitalen Transformation zügig und erfolgreich gelingen kann:

- Firmen müssen "Silodenken" überwinden: Rund drei Viertel der
Befragten erachten vernetzte Kommunikation, eine
digitalisierungsfreundliche Unternehmenskultur und
bereichsübergreifendes Denken als essenziell für die digitale
Transformation.
- Die Einführung neuer Methoden und Managementansätze bei der
digitalen Transformation ist Chefsache, der CEO hat das letzte
Wort. So ist es in rund 60 Prozent der befragten Unternehmen,
bei kleineren Firmen sind es gar 84 Prozent.
- Unabdingbar für Manager auf dem C-Level ist technisches
Verständnis, um ihr Unternehmen in die digitale Transformation
zu führen. Mehr als 60 Prozent der Befragten vertreten diese
Auffassung, die vor allem auch für kleinere und mittelständische
Firmen gilt.
- Digitalisierung erfordert eine dedizierte Sicherheitsstrategie.
Mehr als drei Viertel der befragten Unternehmen haben die
besonderen IT-Sicherheitsanforderungen der Digitalisierung
erkannt und entweder bereits eine dedizierte
Sicherheitsstrategie erarbeitet oder arbeiten daran.

"Die Studienergebnisse zeigen: Unternehmen, die jetzt entschlossen
und besonnen handeln, bietet die digitale Ära im bildungsstarken
Deutschland enorme Chancen. Vor dem Hintergrund der noch bestehenden
Defizite treibt im Idealfall das jeweilige Top-Management die
digitale Transformation nachdrücklich voran", sagt Kai Bender.

Über die Studie

Für die 4 digital-Studie wurden im Zeitraum November bis Dezember
2016 mehr als 300 IT-Verantwortliche in Unternehmen der DACH-Region
befragt. In enger Abstimmung mit Oliver Wyman hat die IDG Research
Services die Fragebogenentwicklung vorgenommen. Die 4 digital-Studie
ist speziell für die Hamburger IT-Strategietage aufgelegt worden.



Pressekontakt:
Davina Zenz-Spitzweg
Communications Manager DACH
Oliver Wyman
Tel.: +49 89 939 49 243
Davina.Zenz-Spitzweg@oliverwyman.com

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Datum: 20.02.2017 - 14:42 Uhr
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