Kunststoffverarbeiter brauchen maßvollen Tarifabschluss
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Bergbau, Chemie, Energie Hessen-Thüringen (IG BCE) gab ihre
Forderungen für die diesjährige Tarifrunde in der
Kunststoffverarbeitenden Industrie in Hessen bekannt. Aus Sicht des
Arbeitgeberverbandes HessenChemie spiegeln diese nicht die
wirtschaftliche Lage in den Unternehmen wider.
Die Produktion schwächelt, die Erzeugerpreise stagnieren und der
Umsatz ist rückläufig. Der drohende Protektionismus in den USA und
absehbar negative Folgen des Brexit geben zudem Anlass zur Sorge. Die
Forderung von 6 Prozent sei daher aus Sicht der Arbeitgeber deutlich
zu hoch, erklärt Thomas Wedekind, Geschäftsführer der Technoform
Glass Insulation GmbH und Verhandlungsführer der Arbeitgeberseite.
Wegen der fehlenden wirtschaftlichen Dynamik in einigen
Abnehmerindustrien sei für die hessische Kunststoffindustrie kaum
Wachstum in Sicht. Deshalb treffen die Forderungen nach einer
Entgelterhöhung und zugleich einer kostenträchtigen Weiterentwicklung
des Demografietarifvertrages auf einen begrenzten
Verteilungsspielraum. "Wir brauchen einen Abschluss mit Maß, um die
Wettbewerbsfähigkeit unserer überwiegend kleinen und
mittelständischen Unternehmen nicht zu gefährden", betont Wedekind.
Die Arbeitgeber halten es zudem für notwendig, dass sich die
Sozialpartner gemeinsam mit der Herausforderung der Digitalisierung
beschäftigen. Hier liege das Potenzial zum Anschub von Innovationen,
der Etablierung neuer Geschäftsmodelle und einer nachhaltigen
Produktivitätssteigerung. Es sei eine sozialpartnerschaftliche
Aufgabe, hierfür rechtzeitig auch die richtigen tarifpolitischen
Weichen zu stellen.
Die Tarifverhandlungen beginnen am 14. März 2017 in Wiesbaden.
Pressekontakt:
Arbeitgeberverband Chemie und
verwandte Industrien für das Land Hessen e.V.
Jürgen Funk, Pressesprecher
Telefon 0611/7106-49
Murnaustraße 12, 65189 Wiesbaden
E-Mail: funk@hessenchemie.de
Internet: www.hessenchemie.de
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Datum: 21.02.2017 - 09:56 Uhr
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