Versicherer fordern gesellschaftliche Diskussion zu Folgen des längeren Lebens
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Auseinandersetzung mit den Herausforderungen und Chancen der
weiterhin steigenden Lebenserwartung. "Trotz Eurokrise, Brexit und
Trump: Das Thema Längeres Leben und die damit verbundenen Folgen für
unsere Gesellschaft gehören auf der politischen Agenda ganz nach
oben", sagte Jörg von Fürstenwerth, Vorsitzender der Geschäftsführung
des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft am Mittwoch
beim ThinkCamp "Deutschland lebt länger" in Berlin. Die
Bundesregierung dürfe die "schleichende Disruption durch die Alterung
der Gesellschaft" nicht aus dem Blick verlieren.
Mit der Initiative "7 Jahre länger" sende die Branche einen
Weckruf aus, sagte Fürstenwerth. Das ThinkCamp der Initiative sei der
Auftakt für einen Dialog mit Politik, Wissenschaft und Bürgern, um
die Folgen des längeren Lebens in den Mittelpunkt der
gesellschaftlichen Debatte zu rücken. Gemeinsam mit dem
Demografie-Netzwerk Population Europe und zehn internationalen
Experten will die Initiative Lösungen und Ideen erarbeiten, die sie
der Politik im Sommer präsentieren wird.
Jens Spahn, parlamentarischer Staatssekretär im
Bundesfinanzministerium, unterstrich beim ThinkCamp die Bedeutung
eines solchen Dialogs. Der demographische Wandel werde seit 20 Jahren
breit in Stadträten, Landtagen, im Bundestag und in Europa
diskutiert. "Viele scheinen zu denken: Wir reden doch schon so lange
darüber, das muss doch endlich mal vorbei sein mit dieser Demografie!
Dabei geht es erst richtig los. Die Lebenserwartung steigt jeden Tag
in Deutschland im Schnitt um knapp sechs Stunden", sagte das
CDU-Präsidiumsmitglied.
Der ehemalige Chef des Deutschen Gewerkschaftsbunds, Michael
Sommer, warnte: "Ein längeres Leben kann nicht nur bedeuten, dass die
Arbeitsphase sich immer weiter verlängert. Die gewonnene Lebenszeit
darf nicht zu einer Last werden, weil die Rente nicht reicht oder die
Menschen nach Jahrzehnten harter Arbeit nicht länger arbeiten können
oder wollen."
"7 Jahre länger" ist eine Initiative der Deutschen Versicherer
(www.gdv.de). Sie soll das Bewusstsein dafür schärfen, dass die
Menschen immer älter werden und länger fit bleiben. Denn die meisten
Deutschen unterschätzen laut Studien ihre Lebenserwartung - und haben
oft ein falsches, sehr negatives Bild vom Alter. Die Initiative will
darum einen gesellschaftlichen Dialog darüber führen, wie wir das
Beste aus den gewonnenen Jahren machen können. www.7jahrelaenger.de
www.facebook.de/7jahrelaenger.de
Über uns Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft
(GDV) mit Sitz in Berlin ist die Dachorganisation der privaten
Versicherer in Deutschland. Die rund 450 Mitgliedsunternehmen sorgen
durch 429 Millionen Versicherungsverträge für umfassenden
Risikoschutz und Vorsorge sowohl für die privaten Haushalte wie für
Industrie, Gewerbe und öffentliche Einrichtungen. Als Risikoträger
und bedeutender Kapitalgeber mit Kapitalanlagen in Höhe von 1.510
Milliarden Euro haben die privaten Versicherungsunternehmen auch eine
herausragende Bedeutung für Investitionen, Wachstum und Beschäftigung
in der deutschen Volkswirtschaft. 529.000 Menschen sind direkt oder
indirekt für die Versicherungswirtschaft in Deutschland tätig.
Pressekontakt:
Simon Frost
Tel.: 030 / 2020-5902
s.frost@gdv.de
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Datum: 22.02.2017 - 17:00 Uhr
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