Aus für Limux: München für Microsoft
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(firmenpresse) - Was sich bereits Ende des letzten Jahres - Mahr EDV berichtete (Linux vs. Microsoft) - angedeutet hat, ist nun beschlossene Sache: Der Münchner Stadtrat hat mit der Mehrheit der schwarz-roten Koalition für die Abschaffung der bisher in der IT-Verwaltung der Stadt genutzten Open-Source-Lösung Linux (genannt Limux) gestimmt und entschieden, bis Ende 2020 eine Windows basierte Client Struktur zu entwickeln. Für Grüne, Piraten und Linke aus der Opposition ist die Rückkehr zu Windows eine katastrophale Fehlentscheidung, die ohne Not Millionen kosten werde.
Wir fragen beim IT-Experten Fabian Mahr, Gründer und Geschäftsführer des IT-Dienstleisters Mahr EDV, nach, was von dieser umstrittenen Entscheidung zu halten ist.
Entscheidung gegen Limux keine Überraschung
Frage: Herr Mahr, hat Sie der aktuelle Beschluss des Münchner Stadtrats überrascht?
Mahr: Nicht wirklich. Über die Unzufriedenheit - insbesondere der Anwender - mit der IT-Struktur der Stadt München wurde ja schon seit längerem immer wieder in der Presse berichtet. Dabei wurde bereits deutlich, dass vor allem für die Regierenden alle IT-Probleme zunehmend im Sinne eines prinzipiellen Richtungsstreits zwischen Linux und Microsoft interpretiert wurden. Als dann Ende des letzten Jahres ein Gutachten vorgelegt wurde, das die Rückkehr zu Microsoft empfahl, war der entsprechende Beschluss nur noch eine Frage der Zeit.
Frage: Vertreter der Opposition bezweifelten schon früh die Unabhängigkeit des Gutachtens; nicht sachliche Gründe, sondern allein die erfolgreiche Lobbyarbeit von Microsoft und politische Interessen sollen einen Entscheidungsprozess gegen Limux beeinflusst haben, der die Stadt teuer zu stehen kommen werde. Wie schätzen Sie diese Meinungen ein?
Jenseits des Entweder-Oder
Mahr: Ich möchte mich nicht an Spekulationen und Verschwörungstheorien beteiligen. Die Umstellung großer und komplexer IT-Strukturen kostet natürlich viel Geld und will gut überlegt sein. Ob die Entscheidung vernünftig ist, lässt sich aus der Ferne nicht beurteilen. Bei Aufbau und Wartung von IT-Systemen stellen sich selbstverständlich immer Herausforderungen, die mit einer Entscheidung für Linux oder Microsoft allein noch nicht gelöst sind. Beide Systeme bergen Vor- und Nachteile, keines ist, für sich betrachtet, grundsätzlich teurer als das andere. In der Praxis und bei richtiger Beratung (oder IT-Consulting) und Betreuung kann es sich in vielen Fällen jedenfalls sogar als sinnvoll erweisen, mit beiden Systemen zu arbeiten.Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
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Datum: 23.02.2017 - 10:20 Uhr
Sprache: Deutsch
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