Frankfurter Rundschau: Verkaufte Humanität
ID: 1461680
Überstellung in die Untersuchungshaft war eine gewisse Hilflosigkeit
anzumerken. Sowohl Kanzlerin Angela Merkel als auch Sigmar Gabriel,
ihr Außenminister, zeigten sich "enttäuscht" und verteidigten mit
deutlichen Worten die Meinungsfreiheit. "Wir haben allen Grund, das
mit der Türkei in großer Deutlichkeit zur Sprache zu bringen", teilte
Gabriel mit. Recht hat er. Aber was dann? Sanktionen? Abbruch der
EU-Beitrittsgespräche? Einreiseverbote für türkische Politiker, die
für die Diktatur werben wollen? Es gibt gute Gründe, die Härte der
Reaktionen mit zusätzlichen Schäden abzuwägen, die sie im
deutsch-türkischen Verhältnis anrichten könnten. Aber es gibt keinen
Grund, selbst dafür zu sorgen, dass man sich schon mit verbalen
Ermahnungen lächerlich macht. Oder zumindest unglaubwürdig. Genau das
aber tut Deutschland mit großen Teilen der eigenen Politik.
Pressekontakt:
Frankfurter Rundschau
Ressort Politik
Telefon: 069/2199-3222
Original-Content von: Frankfurter Rundschau, übermittelt durch news aktuell
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 28.02.2017 - 16:41 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1461680
Anzahl Zeichen: 1223
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Frankfurt
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 218 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Frankfurter Rundschau: Verkaufte Humanität"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Frankfurter Rundschau (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Die Schweiz ist über den Berg. Nach den Hochrechnungen lehnt sie die Initiative "Keine 10-Millionen-Schweiz" der rechtskonservativen SVP ab. Das ist eine gute Nachricht. Purzelbäume sollte deshalb trotzdem niemand schlagen. Die Zustimmung fiel bemerkenswert hoch aus - obwohl Regierung, W
Mit dem neuen Gemeinsamen Europäischen Asylsystem entfernt sich die Europäische Union von ihren eigenen humanitären Ansprüchen und verrät ihre Werte. ...
Europa schottet sich weiter ab und schränkt die Rechte Geflüchteter massiv ein. Dafür steht das Gemeinsame Europäische Asylsystem (Geas), das am Freitag in Kraft trat. Doch bei aller berechtigten Kritik muss auch eines anerkannt werden: Es steckt ein richtiger Gedanke hinter Geas. Nämlich mehr
Zur Zinserhöhung gezwungen ...
Dieses Jahr hatte man sich auch in der ETB anders vorgestellt. Nach erfolgreicher Inflationsbekämpfung sollten die Leitzinsen noch eine Weile bleiben, wo sie sind: Bei zwei Prozent steht seit Juni 2025 der Einlagensatz, den Geschäftsbanken bekommen, wenn sie Geld bei der EZB parken. Bis 2027 hätt
Weitere Mitteilungen von Frankfurter Rundschau
Rheinische Post: Lammert stellt Bundestagsdebatte zum Fall Yücel in Aussicht ...
Bundestagspräsident Norbert Lammert hat die Inhaftierung des Journalisten Deniz Yücel in der Türkei verurteilt und als Konsequenz eine Bundestagsdebatte zu dem Fall in Aussicht gestellt. "In der kommenden Woche wird sich das Parlament voraussichtlich auf Antrag der Fraktion Die Linke in
neues deutschland: Russland-Experte Rahr: Fehleinschätzungen des Westens führten zu "zweitem Kaltem Krieg" ...
Die Münchener Sicherheitskonferenz hat nach Ansicht des Historikers und Politologen Alexander Rahr nicht zur Entspannung des Verhältnisses zwischen Russland und dem Westen beigetragen. Ausschlaggebend für den "zweiten Kalten Krieg" zwischen diesen Machtblöcken seien strategische Feh
Der Tagesspiegel: Herrmann (CSU) weist Schulz-Kritik an Sicherheitspolitik scharf zurück ...
Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hat die Kritik von SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz an der Sicherheitspolitik der Union scharf zurückgewiesen. "Seit Jahren vernachlässigen die SPD und ihre grünen Partner in den Bundesländern den Aufbau starker und effizienter Polizei
Umweltministerium reicht Antibauern-Kampagne an NGO´s weiter - Familienbetriebe Land und Forst fordern sofortigen Stopp ...
Die Familienbetriebe Land und Forst fordern einen sofortigen Stopp der Antibauern-Kampagne des Bundesumweltministeriums. "Es kann nicht sein, dass Bundesumweltministerin Barbara Hendricks die steuerbezahlte Kampagne "Neue Bauernregeln" auf großen Druck der Öffentlichkeit absagt




