Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu den Deutsch-amerikanischen Handelsbeziehungen
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steht viel auf dem Spiel, wenn ausgerechnet die USA als größter
Abnehmer mit Handelshürden drohen. Das politische Gipfeltreffen von
Merkel mit Trump besitzt deshalb herausragende Bedeutung für die
Wirtschaft. Der globale Handel wird nicht zurückzudrehen sein - das
wird auch US-Präsident Donald Trump nicht gelingen. Ihm aber ist
zuzutrauen, neue Regeln auf dem Weltmarkt zu platzieren - ganz
gleich, wem diese schaden und ob sie am Ende dem eigenen Land
wirklich nutzen. Kanzlerin Angela Merkel tut gut daran, sich auf
alles Erdenkliche einzustellen. Das wahrscheinlichste Szenario dürfte
ein Poker mit Trump sein. Und dabei wird es dem US-Präsidenten wohl
einmal mehr egal sein, ob er blufft oder wirklich gute Karten auf der
Hand hat. Beharrlichkeit ist gefragt. Es wird darum gehen, von Trump
nicht nur gehört, sondern auch verstanden zu werden, zu ihm
durchzudringen, ihn zu überzeugen. Die deutsche Autoindustrie etwa
baut in den USA mehr Wagen, als sie dort verkauft. Und was die
deutschen Autos in den USA, sind auf der anderen Seite die
Milliardenumsätze von Internet- und Technologiekonzernen wie Apple
und Google in der EU. Der Welthandel ist keine Einbahnstraße. Und
wenn die USA die Fahrbahn verengen, werden sich andere Wege auftun.
China wartet schon. Nur: Letztlich könnte das Tempo für alle geringer
werden - auch und gerade für Trumps USA.
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Datum: 12.03.2017 - 21:45 Uhr
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