Weser-Kurier: Joerg Helge Wagnerüber Schottland
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Edinburgh - diese Konstellation hat eine ungute Tradition im
Inselreich vor der Westküste Europas. Nun wird es sicher nicht wieder
mit Krieg und Hinrichtung enden wie bei Elizabeth I. und Maria
Stuart. Und auch die Schlacht von Culloden, die 1746 die Zwangsunion
der Schotten mit den Engländern blutig und brutal besiegelte, wird
nicht erneut geschlagen werden. Aber die Historie zeigt, wie tief die
Wurzeln der schottischen Unabhängigkeitsbestrebungen reichen. Doch
damals wie heute sind die Schotten nicht einig: 2014, beim ersten
Referendum, stimmten sie mit 55 Prozent für einen Verbleib im
Vereinigten Königreich. Aber wenn die britische Regierungschefin May
heute betont, ein stabiles Königreich sei um so wichtiger in der Zeit
des EU-Austritts, wird das die Schotten auch nicht überzeugen: Die
waren nämlich zu 62 Prozent gegen den Brexit. Ihre Premierministerin
Sturgeon will deshalb weiterhin Zugang zum EU-Binnenmarkt und den
Verbleib in der Zollunion, also Ausnahmen vom harten Brexit. May
verweigert dies und wird auch bei einem zweiten Referendum
unerbittlich auf die Bremse treten. Deutschlands Außenminister
Gabriel hat sich nun eindeutig auf Mays Seite geschlagen - nach einem
Gespräch mit seinem spanischen Kollegen Dastis, den in Katalonien
ähnliche Sorgen plagen wie May in Schottland. Das fragwürdige
Argument der beiden: Man wolle keine neuen Grenzen in Europa. Das ist
eine perfide Verdrehung der Tatsachen: Die Engländer wollen mit dem
Brexit neue Grenzen ziehen, nicht die Schotten mit ihrem Bekenntnis
zur EU.
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Datum: 28.03.2017 - 20:44 Uhr
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