BDI-Präsident Kempf: Industrie fordert beim Brexit maximale Schadensbegrenzung
ID: 1473393
- Besondere Verantwortung der britischen Regierung
- Europa zusammenhalten und stärken
- Wirtschaftliche Beziehungen langfristig auf stabile Grundlage
stellen
Der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI),
Dieter Kempf, fordert nach dem britischen Antrag auf Austritt aus der
Europäischen Union "maximale Schadensbegrenzung": "Das Ausmaß der
Schadensbegrenzung liegt überwiegend in der Verantwortung der
britischen Regierung", sagte der BDI-Präsident am Mittwoch in Berlin.
"Es wird außerordentlich schwierig, negative Folgen insbesondere für
die Unternehmen im Vereinigten Königreich abzuwenden."
Die Verhandlungspartner sollten rasch klären, wie sie die
wirtschaftlichen Beziehungen langfristig wieder auf eine stabile
Grundlage stellen wollen, verlangte Kempf. "Die Gefahr einer
langanhaltenden Zerrüttung von Vertrauen durch kontroverse
Verhandlungen liegt auf der Hand." Dieses Risiko zu minimieren sollte
Richtschnur sein für die nun beginnenden Verhandlungen zwischen
Brüssel und London.
"Für die Politik in Brüssel und Berlin darf es nur eine Devise
geben: Europa zusammenzuhalten und zu stärken", sagte Kempf. Dazu
zähle der gemeinsame Binnenmarkt mit seinen vier Grundfreiheiten für
Arbeit, Kapital, Waren und Dienstleistungen. Europa sei das Fundament
für Wohlstand und Chancen - und nicht zuletzt für ein friedliches
Zusammenleben auf dem Kontinent. "Europa ist keinesfalls das Problem,
vielmehr hilft Europa uns, Probleme zu lösen."
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Datum: 29.03.2017 - 13:50 Uhr
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