Aktuelle Entwicklung bei wichtigen Klebrohstoffen
Allgemeine Situation
Trotz des angespannten und volatilen weltpolitischen Klimas lässt sich aus den einschlägigen Konjunkturindikatoren ablesen, dass sich die Weltkonjunktur derzeit weiterhin robust zeigt, was auf eine weitere Belebung der globalen Wirtschaft hindeutet.
Vor diesem Hintergrund ist die Nachfrage nach chemischen Grundstoffen sowohl in Asien als auch in Amerika anhaltend hoch ausgeprägt, wobei als wirtschaftlich logische Folge dieser aktuellen „Angebot- & Nachfrage-Situation“ in diesen Märkten - im Vergleich zu dem europäischen Markt - höhere Rohstoffpreise erzielt werden können.
Trotz des angespannten und volatilen weltpolitischen Klimas lässt sich aus den einschlägigen Konjunkturindikatoren ablesen, dass sich die Weltkonjunktur derzeit weiterhin robust zeigt, was auf eine weitere Belebung der globalen Wirtschaft hindeutet.
Vor diesem Hintergrund ist die Nachfrage nach chemischen Grundstoffen sowohl in Asien als auch in Amerika anhaltend hoch ausgeprägt, wobei als wirtschaftlich logische Folge dieser aktuellen „Angebot- & Nachfrage-Situation“ in diesen Märkten - im Vergleich zu dem europäischen Markt - höhere Rohstoffpreise erzielt werden können.
Dieses Preisgefälle zwischen den Märkten Asien und Amerika einerseits und Europa andererseits führt nun dazu, dass für den europäischen Markt geringere Rohstoff-Importmengen zur Verfügung stehen - teilweise werden auch Rohstoff-Volumina aus Europa in die preislich attraktiveren Regionen exportiert.
Zusätzlich wirken sich geplante Wartungsarbeiten – aber auch ungeplante Ausfälle – sowohl bei Cracker-Anlagen in Asien als auch bei Anlagen zur Produktion von Basisrohstoffen in Q1 und Q2 2017 belastend auf die Verfügbarkeit von Klebrohstoffen aus.
In Summa führt diese Situation zu einer Reduzierung der Verfügbarkeit und damit zu einer Verknappung des Angebots wichtiger Schlüsselrohstoffe in Europa – mit dem Effekt von Preissteigerungen.
Auswirkung
Weltweit sind im ersten Quartal die Preise für die Basisrohstoffe Ethylen, Propylen, Butadien und Styrol spürbar angestiegen, wobei Verfügbarkeit und Preisniveaus sich regional unterscheiden. So erreichte der Butadien-Preis in Asien nahezu historische Höchststände, und Ethylen steht in den USA preiswerter ein als in Asien. Zusammen mit Produktionseinschränkungen bei Folgeprodukten (z.B. beim Vinylacetat) sind die Kosten für Klebrohstoffe weltweit angestiegen. Dies betrifft Acrylate, Vinylacetat-basierte Rohstoffe und vor allem SBS- und SIS-Polymere, zumal auch die Preise für Naturkautschuk angezogen haben. Ebenfalls betroffen sind auch fast alle für die Klebstoffindustrie wichtigen Lösemittel.
Bei Rohstoffen für Polyurethan-Systeme wirken sich neben den gestiegenen Preisen für Isocyanate auch Arbitrage-Effekte negativ auf die Verfügbarkeit in Europa aus.
In Summe führt dies zu einer Erhöhung der Formulierungskosten für nahezu alle wässrigen, lösemittelhaltigen und PUR-Klebstoffe sowie für Primer-Systeme.
Ausblick
Die aktuell eingeschränkte Rohstoffverfügbarkeit verbunden mit einer anhaltend starken Nachfrage, hat zu Rohstoffpreiserhöhungen und in der direkten Folge zur Erhöhung der Formulierungskosten für Klebstoffe geführt.
Erst mit einer Angleichung des Rohstoffpreisniveaus in den Märkten Asien, USA und Europa steht zu erwarten, dass sich vorhandene Engpässe abbauen werden. Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
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Über den Industrieverband Klebstoffe e. V. (IVK):
Der Industrieverband Klebstoffe e. V. mit Sitz in Düsseldorf vertritt die technischen und wirtschaftspolitischen Interessen der deutschen Klebstoffindustrie.
Der IVK ist – auch im globalen Wettbewerbsumfeld – der weltweit größte und im Hinblick auf das für seine Mitglieder angebotene Serviceportfolio ebenfalls der weltweit führende Verband im Bereich Klebtechnik.
Technische Fragestellungen sowie Umwelt-, Verbraucher- und Arbeitsschutz besitzen einen hohen Stellenwert in der Klebstoffindustrie. Dies dokumentiert der Verband gegenüber der Öffentlichkeit, Behörden, Verbrauchern und wissenschaftlichen Institutionen. Der Industrieverband Klebstoffe e. V. vertritt die Branche nicht nur nach außen, sondern ist auch innerhalb der Mitgliedsunternehmen aktiv, etwa um Produktnormen, Qualitäts- und Umweltstandards oder auch Arbeitssicherheitsrichtlinien zu beschließen und umzusetzen.
Dem Verband gehören aktuell 126 Klebstoff-, Dichtstoff-, Klebrohstoff- und Klebebandhersteller sowie Systempartner und wissenschaftliche Einrichtungen an. Insgesamt beschäftigt die deutsche Klebstoffindustrie circa 13.000 Mitarbeiter/-innen.
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Datum: 03.04.2017 - 15:12 Uhr
Sprache: Deutsch
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