Aktuelle Stunde im Landtag: FREIE WÄHLER setzen Signal für bessere Arbeitsbedingungen bayerischer Hebammen
ID: 1477608
Bayerischen Landtag genutzt, um auf gravierende Probleme im Bereich
der Geburtshilfe hinzuweisen: "Es brennt bei den Hebammen!", stellte
Dr. Karl Vetter, gesundheitspolitischer Sprecher der FREIE WÄHLER
Landtagsfraktion, am Donnerstag im Plenum fest. "78 Kliniken in
Bayern arbeiten ausschließlich mit Beleghebammen - also
freiberuflichen Hebammen. Wenn die Krankenkassen jetzt im Rahmen der
aktuellen Vergütungsverhandlungen weitere bürokratische Hürden bei
der Abrechnung durchsetzen, dann werden bald noch mehr
Geburtshilfestationen im Freistaat schließen", befürchtet Vetter.
Denn bereits jetzt gebe es zu wenige Geburtshelferinnen: Viele
hätten in den vergangenen Jahren wegen schlechter Arbeitsbedingungen
und extrem hoher Prämien bei der Berufshaftpflichtversicherung ihren
Job aufgegeben, so Vetter. "Deshalb muss heute vom Bayerischen
Landtag ein klares Signal ausgehen für die Unterstützung der Hebammen
- sie sind für die Betreuung werdender Mütter essentiell. Viele
Menschen wissen nicht, dass bei jeder Geburt zwingend eine Hebamme
anwesend sein muss - ein Arzt hingegen nicht. Dies zeigt, welche
gesellschaftlich hohe Bedeutung Hebammen haben", erläutert Vetter.
Der Gesundheitsexperte kritisierte in seiner Rede auch die
zunehmende Ökonomisierung der Gesundheit. Diese gehe zulasten der
Qualität der medizinischen Versorgung und damit auch direkt zulasten
der Patienten. "Wir FREIE WÄHLER kämpfen weiter für die
flächendeckende Sicherung der Geburtshilfe - auch im Sinne der
gleichwertigen Lebensverhältnisse in Bayern. Schwangere Frauen
wohnortnah optimal zu versorgen - egal ob in der Stadt oder auf dem
Land - muss dabei unsere oberste Prämisse sein", erklärt Vetter.
Pressekontakt:
Der Pressesprecher der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion
im Bayerischen Landtag
Dirk Oberjasper, Maximilianeum, 81627 München
Tel. 089 / 4126 - 2941, dirk.oberjasper@fw-landtag.de
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Datum: 06.04.2017 - 14:44 Uhr
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