Rheinische Post: Fecht-Präsidentin Claudia Bokel bemängelt Vertrauensverlust im deutschen Sport
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der deutsche Sport über zentrale Themen wie die Leistungssportreform
diskutiert. "Um eine sachliche Diskussion zu führen und auszuhalten,
braucht es Vertrauen. Und das ist vielleicht im deutschen Sport ein
wenig zerstört. Ich würde mir schon einen anderen Ton in der
Diskussion wünschen", sagte die Präsidentin des Deutschen
Fechter-Bundes im Interview mit der in Düsseldorf erscheinenden
"Rheinischen Post" (Samstagausgabe). Den Fechtsport sieht die
Weltmeisterin im Degenfechten von 2001 vor einem steinigen Weg aus
der sportlichen und strukturellen Krise. "Ich glaube schon, dass man
sich gerne hat blenden lassen von den früheren Erfolgen. Ich hätte
mir aber nicht vorstellen können, dass immer wieder aufs Neue
Probleme aufploppen. Ich dachte eher, wir könnten uns zu diesem
Zeitpunkt ausschließlich damit beschäftigen, die Zukunft zu planen",
sagte die 43-Jährige. Dass ihr im vergangenen Herbst nach acht Jahren
in der Athletenkommission des Internationalen Olympischen Komitees
weder das IOC noch der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) einen
Posten angeboten hatten, hat Bokel inzwischen abgehakt. "Im IOC hätte
man mich vorschlagen können. Das ist nicht passiert. Der DOSB hätte
mich zum persönlichen Mitglied machen können. Auch das ist nicht
passiert. Ich lege keinen Wert auf Positionen, wenn ich sie selbst
erfragen muss."
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Datum: 07.04.2017 - 10:45 Uhr
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