Rheinische Post: Kötter-Chef spricht von unentschuldbaren Fehlern am Flughafen Köln/Bonn

Rheinische Post: Kötter-Chef spricht von unentschuldbaren Fehlern am Flughafen Köln/Bonn

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(ots) - Der Chef der Essener Sicherheitsfirma Kötter,
Friedrich Kötter, hat sich in einem Interview erstmals ausführlich zu
den jüngsten Vorfällen am Flughafen Köln/Bonn geäußert. "Es hat
Fehler, Unaufrichtigkeiten, falsche Angaben und Versäumnisse
gegeben", sagte Kötter der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen
Post" (Mittwochausgabe). "Das ist nicht zu entschuldigen. Wir stellen
uns der Verantwortung." Zugleich sagte Kötter, es sei falsch, "viele
aufrichtige und zuverlässige Mitarbeiter zu verunglimpfen, wenn
einige wenige Fehler gemacht - oder gar böswillig manipuliert haben".
Es sehe nach dem Versagen von ein oder zwei Ausbildern aus.
Kötter-Mitarbeitern der Personal- und Warenkontrolle waren angeblich
Schulungszertifikate ausgestellt worden, obwohl keine entsprechende
Sicherheitsfortbildung stattgefunden hatte. Das
Landesverkehrsministerium und die Bezirksregierung Düsseldorf
stellten daraufhin Strafanzeige. Im Zuge der Affäre tauchte dann ein
Schreiben auf, in dem Mitarbeiter gegen einen Betriebsleiter unter
anderem Korruptionsvorwürfe erhoben. Der Flughafen und Kötter
einigten sich kurz nach Bekanntwerden der Vorwürfe auf eine
vorzeitige Aufhebung des Vertrags für Ende Januar 2018. Durch das
vorzeitige Ende des Auftrags gehen der Firma Kötter nach eigenen
Angaben rund sechs Millionen Euro Umsatz verloren. Der
Unternehmenschef kündigte schnelle und harte Konsequenzen an: "Wir
setzen zunächst bei den Kontrollmechanismen an. Es hätte früher
auffallen müssen, dass es Manipulationen gegeben hat. Wir werden alle
betroffenen 160 Mitarbeiter in den kommenden acht Wochen
nachschulen." Zu den Vorwürfen gegen den Betriebsleiter sagte
Kötter: "Auch hier gilt: Wir bleiben gründlich und fair. Die interne
Revision befragt alle Beteiligten. Sollte es ein Fehlverhalten
gegeben haben, werden wir hart durchgreifen. Aber wir werden


niemanden vorverurteilen, der womöglich nur anonym diskreditiert
werden sollte."

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