Südwest Presse: Kommentar zum Anschlag in Dortmund
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der Belgrader Comiczeichner Enki Bilal die Schiedsrichter ein Leben
unter der Erde führen. Für sie ist es angesicht von Attacken zu
gefährlich geworden, das Spiel leiten sie in schussfesten Kuppeln
hinter der Torlinie. Noch sind wir von solchen Zuständen weit
entfernt. Aber wer die Sicherheitsdebatte nach den Dortmunder
Explosionen verfolgt hat, muss das Schlimmste befürchten. Nicht mehr
länger nur der Besuch im Stadion, wie nach den Anschlägen von Paris
vor zwei Jahren, kann zum Risiko werden. Auch Anfahrtswege,
Trainingsplätze, Spielerhotels sind seit diesem Wochenende im Blick
der Sicherheitskräfte. Von hier ist es nur ein kleiner Schritt zu
Angriffen auf Fans, im zynischen Jargon des Terrors "weiche Ziele"
getauft. Müssen wir künftig via Körperscanner ins Stadion? Schirmen
sich die Stars noch stärker ab, trainieren hinter Sicherheitswänden?
Für den Volkssport Fußball wäre das Gift. Gleich, ob hinter den
Attacken in Dortmund rechte oder linke Fanatiker, Hooligans,
Islamisten oder die kriminelle Wettmafia stecken: Die weiteren
sportlichen Aussichten bleiben düster.
Pressekontakt:
Südwest Presse
Ulrike Sosalla
Telefon: 0731/156218
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Datum: 17.04.2017 - 18:14 Uhr
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