Westfalenpost: Ein Schachzug, kein Rückzug
ID: 1481427
Essener Parteitag in einer überaus aggressiven Atmosphäre abgewählt
wurde, hatten ihn seine eigenen Sünden eingeholt: Obwohl das
AfD-Hauptthema ursprünglich der Euro war, scheute der
Wirtschaftsprofessor nicht davor zurück, am rechten Rand um Stimmen
zu werben und Tabubrüche einzusetzen, um Aufmerksamkeit zu erzeugen.
Die damit losgetretene rechte Welle spülte ihn selbst davon. Auch die
Kontrarevolution frisst ihre Kinder. Und nun wird Frauke Petry das
nächste Opfer dieser Dynamik? So möchte sie es wohl gerne
wahrgenommen wissen. Aber an dieser Darstellung wäre alles falsch.
Die heftigen Auseinandersetzungen innerhalb der AfD haben so gut wie
keinen inhaltlichen Hintergrund. Dass sich Frau Petry als Vertreterin
eines realpolitischen Flügels gegen Rechtsaußen-Fundis inszenieren
will, ist lächerlich. Auch sie hat skrupellos mit
völkisch-nationalistischem Vokabular provoziert und wollte dann, wenn
über die Medien die erhofften Empörungsreaktionen gekommen waren,
alles nicht so gemeint haben. Im internen Streit geht es
ausschließlich um die Macht und um persönliche Abneigungen. Und der
angekündigte Verzicht auf die Spitzenkandidatur ist auch kein
Abschied. Sie hat lediglich für etwas mehr Chaos vor dem Parteitag in
Köln gesorgt. Da hat es offenbar Absprachen ihrer Gegner gegeben, um
sie auszubremsen. Nun gibt sie vor, Sachfragen von Personalfragen
trennen zu wollen: ein taktischer Schachzug, kein Rückzug. Um es klar
zu sagen: Eine konservative Partei rechts von einer in die Mitte
gerückten CDU ist legitim, doch ihr Spitzenpersonal agiert abstoßend.
Pressekontakt:
Westfalenpost
Redaktion
Telefon: 02331/9174160
Original-Content von: Westfalenpost, übermittelt durch news aktuell
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 19.04.2017 - 21:49 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1481427
Anzahl Zeichen: 1994
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Hagen
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 478 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Westfalenpost: Ein Schachzug, kein Rückzug"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Westfalenpost (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Oliver Ruhnert, der designierte Generalsekretär des Bündnisses Sahra Wagenknecht (BSW), spricht Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) in seiner Partei den nötigen Rückhalt ab. Merz habe "keine Hausmacht mehr", so Ruhnert im Interview mit der in Hagen erscheinenden WESTFALENPOST (Print: Mo
Westfalenpost: Herdecker Bürgermeisterin gibt erstes Interview nach Messerangriff ...
Die neue Bürgermeisterin von Herdecke, Iris Stalzer, hat sich rund drei Wochen nach der Messerattacke auf sie erstmals in einem Interview ausführlich öffentlich geäußert (Online: Freitag/ Print: Samstagsausgabe). Die 57-jährige SPD-Politikerin hatte am 7.Oktober in ihrem eigenen Haus lebensgef
Westfalenpost: Ministerpräsident Wüst: Keine neue Gebietsreform für NRW ...
NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hat die Kommunale Neugliederung in Nordrhein-Westfalen vor 50 Jahren gewürdigt. "Die Gebietsreform war ein wichtiger Schritt, um die kommunale Verwaltung in Nordrhein-Westfalen zukunftsfähig zu machen", sagt er der WESTFALENPOST (WP; Online Mitt
Weitere Mitteilungen von Westfalenpost
Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar: Fast jeder sechste deutsche Schüler wird gemobbt Bildung geht nur ohne Angst Matthias Bungeroth ...
Die gute Nachricht zuerst: Die meisten Schülerinnen und Schüler in Deutschland sind mit ihrem Leben zufrieden. Das sagen fast drei Viertel aller Befragten in einer großen internationalen Studie. Alles in Ordnung also an unseren Schulen? Keineswegs! Mobbing, also Ausgrenzung und systematische
Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar: AfD-Spitze Danke, Frauke Petry Dieter Wonka, Berlin ...
Lucke, Henkel, Petry, Höcke - Chaos. Die AfD ist mit dem einstweiligen Rückzug von Frauke Petry aus der Frontposition da angekommen, wo sie hingehört: Aus einer professoralen Altherrenriege zur Bekämpfung des Euro ist ein Club nationalistischer Polit-Zocker geworden. Es geht der Partei nicht u
Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Mobbing in der Schule ...
Mobbing an Schulen hat es immer schon gegeben, aber durch die alles andere als sozialen Netzwerke ist es leichter geworden. Im Schutz der Anonymität werden »Klassenkameraden«, die dick oder schüchtern sind, stottern, Akne oder schlechte Noten haben, von anderen zu Opfern gemacht, gehänselt u
Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Frauke Petry ...
Dem monatelangen Streit folgte drei Tage vor dem Parteitag in Köln und wenige Monate vor der Bundestagswahl der politische Offenbarungseid. Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, dass die AfD eben keine Alternative für Deutschland ist und letztlich nicht über stabile Strukturen verfügt,




