Kölner Stadt-Anzeiger: Henry Maske befürwortet Schurs Aufnahme in Hall of Fame
Auch Heide Ecker-Rosendahl, Ulrike Nasse-Meyfarth und Manfred Germar votieren für DDR-Sportler
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Aufnahme von Gustav-Adolf "Täve" Schur in die Hall of Fame des
deutschen Sports. "Gustav-Adolf Schur hat als Athlet und als
Persönlichkeit den Menschen im zwar kleineren, aber eben doch
dazugehörigen Teil Deutschlands viel gegeben", sagte der ehemalige
Box-Olympiasieger und Profiweltmeister dem "Kölner Stadt-Anzeiger"
(Samstagausgabe). "Für mich gehören in die Hall of Fame Menschen,
die während ihrer Sportkarriere und als Persönlichkeit starke
Resonanzen hinterlassen haben. Und das hat Schur." In der 93-köpfigen
Jury, die derzeit über die Aufnahme fünf neuer Mitglieder in die Hall
of Fame abstimmt, sitzen neben Henry Maske auch
Hochsprung-Olympiasiegerin Ulrike Nasse-Meyfarth, Weitsprung- und
Sprintstaffel-Olympiasiegerin Heide Ecker-Rosendahl sowie der
ehemalige Sprint-Weltrekordler Manfred Germar. Alle drei bestätigten
dem "Kölner Stadt-Anzeiger", für den wegen seiner Verklärung des
Sportsystems in der DDR umstrittenen ehemaligen Straßen-Weltmeister
Schur gestimmt zu haben. "Irgendwo müssen die Geschichten doch
stehen, auch die eines Gustav-Adolf Schur. Aber sie müssen ungeschönt
wiedergegeben werden", sagte Nasse-Meyfarth. "Dann ist das eben keine
Hall of Fame mehr, sondern ein Geschichtsbuch des deutschen Sports."
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Datum: 21.04.2017 - 18:18 Uhr
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