Rheinische Post: Kommentar /
Gewalt nicht tolerierbar
= Von Christian Schwerdtfeger
ID: 1484918
ausgesetzt. Sie werden beschimpft, bedroht und aufs Übelste
verunglimpft. Besonders schlimm ist es in Zeiten des Wahlkampfes, da
sie dann noch mehr im öffentlichen Fokus stehen. Bislang passierte
das vor allem im Internet, in der virtuellen Welt. Doch das allein
scheint seit einiger Zeit manchen nicht mehr auszureichen; der Hass
schwappt über aus dem Netz in die reale Welt. Was früher Ausnahme
war, wird zunehmend zur Regel. So gab es allein in NRW in den
vergangenen Tagen drei politisch motivierte Attacken. Betroffen sind
häufig diejenigen, die sich für Flüchtlinge einsetzen - so wie auch
die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker, die vor nicht einmal
zwei Jahren Opfer eines Messerangriffs war. Ein Extrembeispiel, aber
es zeigt, wohin Hass führen kann. Manche sagen, Beschimpfungen und
dergleichen müsse man aushalten, das gehöre eben dazu, wenn man in
der Öffentlichkeit steht. Nein, keineswegs muss man das! Denn das
kann in Gewalt münden. Und die ist schlicht nicht zu tolerieren.
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Datum: 27.04.2017 - 21:25 Uhr
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