NOZ: Annäherung Russland-Türkei: Brok fordert Gelassenheit von Europäern
ID: 1486377
Gelassenheit von Europäern
CDU-Außenexperte: Türkei ist ökonomisch von Europa abhängig
Osnabrück. Vor dem Treffen von Kremlchef Wladimir Putin mit dem
türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan hat der
CDU-Europaabgeordnete Elmar Brok vor Hysterie gewarnt. In einem
Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Mittwoch) sagte der
langjährige Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im EU-Parlament:
"Die Europäer sollten nicht in Nervosität verfallen, nur weil die
beiden Präsidenten sich wieder mal verbrüdern und das als
öffentliches Theater inszenieren." Brok riet allen, die einen neuen
Machtblock zwischen den starken Männern in Russland und der Türkei
gegen Europa fürchten: "Wir sollten alle gelassen bleiben."
Die Türkei sei aus ökonomischen Gründen abhängig von Europa, zwei
Drittel aller Direktinvestitionen in der Türkei stammten aus der EU.
Der CDU-Abgeordnete sagte: "Russland kann in wirtschaftlicher
Hinsicht Europa nicht ersetzen." Zudem habe Europa gegenüber der
Türkei ein wichtiges Druckmittel in der Hand, nämlich die Zollunion,
die Erdogan erweitern wolle. Sollte die Türkei Europa mit der
Annäherung an Russland erpressen wollen, werde dies wirkungslos sein:
"Das bringt gar nichts außer Propaganda."
Die Drohung Erdogans, die Türkei werde sich von der EU abkehren,
sollte die EU nicht beim Beitrittsprozess voran machen, sieht Brok
gelassen. Er betonte: "Die EU-Beitrittsgespräche mit der Türkei
finden seit einem Jahr nicht statt. Und sie werden auch nicht wieder
aufgenommen - außer die Türkei macht wesentliche Zugeständnisse bei
den Grund- und Menschenrechten und bei der Gewaltenteilung."
Auch sicherheitspolitisch habe die russisch-türkische Annäherung
keine Nachteile für Europa. "Sollte die Türkei aus der Nato
herausgehen und sich an Russland annähern, muss sie wissen, in welche
Hände sie sich gibt. Erdogan wird dann abhängig von Russland, das
wird er nicht mögen", sagte Brok.
Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion
Telefon: +49(0)541/310 207
Original-Content von: Neue Osnabr?cker Zeitung, übermittelt durch news aktuell
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 03.05.2017 - 05:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1486377
Anzahl Zeichen: 2464
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Osnabrück
Kategorie:
Außenhandel
Diese Pressemitteilung wurde bisher 287 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"NOZ: Annäherung Russland-Türkei: Brok fordert Gelassenheit von Europäern"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Neue Osnabrücker Zeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Osnabrück. Angesichts drohender finanzieller Engpässe bei privaten Eigentümern fordert der Eigentümerverband Haus & Grund Deutschland eine Beschleunigung von Verfahren bei erheblichen Mietrückständen. "Private Vermieter sind keine großen Wohnungskonzerne mit umfangreichen Rücklagen
Hitze: Bund deutscher Friedhofsgärtner fordert Ausnahmen von Gießverboten / Verbandschef: "Gräber müssen auch während Hitzeperioden gepflegt und ausreichend bewässert werden können." ...
Angesichts anhaltender Hitzeperioden fordert der Bund deutscher Friedhofsgärtner (BdF), Gräber von behördlichen Gießverboten auszunehmen. "Wir fordern, dass die Grabbewässerung auf Friedhöfen von flächendeckenden Gießverboten ausgenommen wird", sagte der Vorsitzende des Bundes deut
Anwaltverein kritisiert Streichung kostenloser Rechtsberatung für Justizopfer / Deutscher Anwaltverein bemängelt neuen Entwurf zur Haftentschädigung - Lob für neue Tagessätze ...
Der Deutsche Anwaltverein (DAV) hat den neuen Entwurf zur Reform der Haftentschädigung kritisiert und fordert eine kostenlose Erstberatung für unschuldig Inhaftierte. "Eine vergleichbare Regelung fehlt in diesem Entwurf leider", sagte der DAV im Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker
Weitere Mitteilungen von Neue Osnabrücker Zeitung
Westfalenpost: Merkel und Putin brauchen einander / Kommentar von Michael Backfisch zum Treffen in Sotschi ...
Einen Durchbruch bei den Problemen in der Ukraine, in Syrien oder in Libyen hat niemand ernsthaft erwartet. Doch das Gespräch ist ein Wert an sich. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat es verstanden, sich als Klartext-Rednerin zu präsentieren, ohne die Moralkeule zu schwingen. Merkel und Kremlche
Lausitzer Rundschau: Das Prinzip Augenhöhe muss gelten Zum Treffen von Merkel und Putin ...
In den Beziehungen zwischen Russland und dem Westen herrscht unerwarteter Stillstand. Unerwartet deshalb, weil viele Beobachter nach der Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten mit einem Neustart gerechnet hatten. Inzwischen aber ist auch Trump auf dem Boden der russischen Realität angelangt, au
Lausitzer Rundschau: Diese Schulden sind nicht tragbar Zu Griechenland und seinen Geldgebern ...
Nie und nimmer wird Griechenland seine Schulden zurückzahlen. Mehr als 300 Milliarden Euro Verbindlichkeiten könnte der Staat, dessen jährliche Wirtschaftsleistung gerade mal halb so groß ist, nur abbauen, wenn es eine kräftige Wachstumsphase gäbe. Nur: In genau die wird Griechenland nie u
Mittelbayerische Zeitung: Kommentar zum Merkel-Besuch bei Putin ...
Kein Fortschritt, nirgends: In den Beziehungen zwischen Russland und dem Westen herrscht unerwarteter Stillstand. Unerwartet deshalb, weil viele Beobachter nach der Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten mit einem Neustart gerechnet hatten. Inzwischen aber ist auch Trump auf dem Boden der russisc




