stern-Umfrage: Mehrheit der Deutschen hält Kritik an Israels Siedlungspolitik für zulässig - Fast zwei Drittel für staatliche Anerkennung Palästinas
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vorige Woche seinen Termin mit Außenminister Sigmar Gabriel absagte,
weil der mit regierungskritischen Organisationen sprechen wollte, war
das ein diplomatischer Eklat, der auch den anstehenden Israel-Besuch
von Bundespräsident Steinmeier überschatten könnte. Nach einer
Forsa-Umfrage im Auftrag des stern ist mit 21 Prozent nur jeder
fünfte Bundesbürger der Ansicht, dass sich deutsche Politiker vor dem
Hintergrund des besonderen Verhältnisses zu Israel mit öffentlicher
Kritik an der israelischen Regierung zurücknehmen sollten. Eine
breite Mehrheit von 71 Prozent hingegen meint, dass zum Beispiel die
Siedlungspolitik in den Palästinenser-Gebieten durchaus kritisiert
werden darf - auch wenn Israel von 52 Prozent der Deutschen eine
besondere Rolle in der Völkergemeinschaft zugestanden wird.
Eine Zwei-Staaten-Lösung zur Beilegung des Nahostkonflikts
favorisieren fast zwei Drittel der Befragten. 64 Prozent befürworten
nämlich, dass Deutschland Palästina als eigenen Staat anerkennt -
darunter mehrheitlich die Anhänger aller Parteien. 16 Prozent
sprechen sich gegen eine staatliche Anerkennung Palästinas aus.
Datenbasis: Das Forsa-Institut befragte am 26. und 27. April 2017
im Auftrag des Magazins stern 1001 repräsentativ ausgesuchte
Bundesbürger, die durch eine computergesteuerte Zufallsstichprobe
ermittelt wurden. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei +/- 3
Prozentpunkten.
Diese Vorabmeldung ist nur mit der Quellenangabe stern zur
Veröffentlichung frei.
Pressekontakt:
Sabine Grüngreiff,
Gruner + Jahr Unternehmenskommunikation,
Telefon 040 - 3703 2468,
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Datum: 03.05.2017 - 09:00 Uhr
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