Weser-Kurier:Über Medikamente schreibt Sabine Doll:
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Zweifelsohne. Arzneimittel führen aber auch zu unerwünschten
Wirkungen, vor allem auch, wenn mehrere Mittel gleichzeitig
eingenommen werden. Umso wichtiger ist es, dass Ärzte und Patienten
einen Überblick über sämtliche Mittel haben, die eingenommen werden.
Oft fehlt dieser Überblick allerdings, weil Patienten neben dem
Hausarzt auch zu unterschiedlichen Fachärzten gehen. Und weil die
Informationen nicht an einer Stelle zusammenlaufen. Die Chance für
mehr Überblick und Transparenz bietet ein Medikationsplan, auf den
Patienten, die drei Mittel und mehr einnehmen, seit Ende vergangenen
Jahres Anspruch haben. Dort sind sämtliche - auch frei verkäuflichen
Präparate - aufgelistet, und er sollte jedem behandelnden Arzt
vorgelegt werden. Allerdings wird dieser eindeutig sinnvolle
Medikationsplan, wie Befragungen zeigen, noch kaum genutzt. Er ist
keine Kontrolle. Sondern er birgt die Chance, Anzahl und Art von
Arzneimitteln auf das wirklich notwendige Maß zu reduzieren - und
dadurch vor allem auch mitunter lebensgefährliche Neben- und
Wechselwirkungen zu vermeiden.
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Datum: 05.05.2017 - 21:20 Uhr
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