Gesetz und Gemeinschaft verstärken Respekt / Bundesrat: Angriff auf Einsatzkräfte, Gaffen, Blockieren von Rettungsgasse
ID: 1490787
diese Gesetzesverschärfung nun beschlossen wurde", freut sich Hartmut
Ziebs, Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV), über die
heute durch den Bundesrat verabschiedete Änderung des
Strafgesetzbuches zur Stärkung des Schutzes von Vollstreckungsbeamten
und Rettungskräften. "Gesetze verändern aber noch nicht den Respekt
gegenüber Einsatzkräften. Erst durch gemeinsam getragene
Bündnisaktionen in der Bevölkerung wird uns dies gelingen",
bekräftigt DFV-Präsident Ziebs seine Forderung nach weiteren
Maßnahmen zur Achtung vor den Helferinnen und Helfern. Der Deutsche
Feuerwehrverband hatte die Verschärfung des Gesetzes engmaschig
begleitet.
Das Gesetz sieht vor, dass der Schutz von Feuerwehrangehörigen
verbessert wird: Der tätliche Angriff auf diese soll als
selbstständiger Straftatbestand (neu: § 114 StGB-E) mit einem
verschärften Strafrahmen einer Freiheitsstrafe von drei Monaten bis
zu fünf Jahren ausgestaltet werden. "Weiterhin werden die
Regelbeispiele des § 113 Absatz 2 StGB erweitert, um dem erhöhten
Gefährdungspotential für das Opfer angemessen Rechnung zu tragen. Zum
einen liegt künftig in der Regel ein besonders schwerer Fall auch
dann vor, wenn der Täter oder ein anderer Beteiligter eine Waffe oder
ein anderes gefährliches Werkzeug bei sich führt und (noch) keine
Absicht besteht, diese bzw. dieses zu verwenden. Zum anderen soll in
der Regel ein besonders schwerer Fall vorliegen, wenn die Tat mit
einem anderen Beteiligten gemeinschaftlich begangen wird", heißt es
im Gesetzestext.
Kräfte der Feuerwehr, des Katastrophenschutzes und der
Rettungsdienste sind Vollstreckungsbeamten damit hierbei
gleichgestellt. Der neue Paragraph 115 StGB-E soll künftig auch den
Schutz der Feuerwehrangehörigen regeln.
Strafen für Gaffer und Rettungsgasse-Blockierer
Außerdem stellt das Gesetz auch das Gaffen an Unfallstellen oder
Blockieren einer Rettungsgasse unter Strafe. Hierfür sorgt eine neue
Strafvorschrift "Behinderung von hilfeleistenden Personen". Dabei
knüpft die Strafbarkeit allein an das Behindern einer hilfeleistenden
Person an. Es kommt hierbei nicht darauf an, ob sich dieses
Verhalten konkret negativ auf die Person oder die Sache
auswirkt, der die Hilfeleistung zu Gute kommen soll. Der Bundesrat
hatte sich im Mai vergangenen Jahres für die Strafbarkeit von Gaffen
ausgesprochen und einen eigenen Gesetzentwurf in den Bundestag
eingebracht, den der Deutsche Feuerwehrverband bereits damals begrüßt
hatte.
Das Gesetz tritt am Tag nach der Veröffentlichung im
Bundesgesetzblatt in Kraft.
Pressekontakt:
Deutscher Feuerwehrverband e. V. (DFV)
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Silvia Darmstädter
Telefon: 030-28 88 48 823
Fax: 030-28 88 48 809
darmstaedter@dfv.org
Facebook: www.facebook.de/112willkommen
Twitter: @FeuerwehrDFV
Original-Content von: Deutscher Feuerwehrverband e. V. (DFV), übermittelt durch news aktuell
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 12.05.2017 - 11:52 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1490787
Anzahl Zeichen: 3377
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Berlin
Kategorie:
Soziales
Diese Pressemitteilung wurde bisher 295 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Gesetz und Gemeinschaft verstärken Respekt / Bundesrat: Angriff auf Einsatzkräfte, Gaffen, Blockieren von Rettungsgasse"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Deutscher Feuerwehrverband e. V. (DFV) (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Die Wettbewerbe geschehen Schlag auf Schlag: Gerade jetzt treten im tschechischen Sumperk Jugendfeuerwehrangehörige bei der 25. Internationalen Jugendfeuerwehrbegegnung des Weltfeuerwehrverbandes CTIF in freundschaftlichem Vergleich und internationalem Austausch an. Direkt im Anschluss finden im ö
Internationale Jugendfeuerwehrbegegnung 2026 in Tschechien mit 22 Nationen: Drei deutsche Gruppen am Start ...
Vom 13. bis 18. Juli 2026 treffen sich bei der 25. Internationalen Jugendfeuerwehrbegegnung des Weltfeuerwehrverbandes CTIF Jugendfeuerwehren aus 22 Nationen in Sumperk (Tschechien). Für das "Team Deutschland" gehen zwei Gruppen der Jugendfeuerwehr Oberneukirchen (Bayern) sowie eine Grupp
"DFV direkt": Attraktiver Mix aus Einsatzpraxis und Allgemeinkompetenz / Online-Fortbildungen des Deutschen Feuerwehrverbandes / Auch als Mitschnitt verfügbar ...
Bequem allein auf der eigenen Couch oder gemeinsam im Gerätehaus: Die Online-Fortbildungen "DFV direkt" des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV) sind eine perfekte Lösung für Feuerwehrangehörige, um sich ohne großen Aufwand einsatzrelevantes Wissen anzueignen. In zahllosen Themenfeldern
Weitere Mitteilungen von Deutscher Feuerwehrverband e. V. (DFV)
Das Ende von Aids bis 2020 erreichen - Kampagnenstart der Deutschen AIDS-Hilfe ...
Späte HIV-Diagnosen vermeiden, frühe Therapie ermöglichen / Rita Süssmuth: Historisches Ziel ist machbar / Gesundheitsminister Gröhe "aus voller Überzeugung" dabei / UNAIDS: "Wir sind an Ihrer Seite!" "Kein AIDS für alle!" - Unter diesem Motto hat die Deut
Internationaler Tag der Pflegenden: Gardé Pflegedienst feiert ...
Der 12. Mai ist der internationale Tag der Pflegenden. Er lädt dazu ein, die Erfahrungen einer Branche zu teilen, die sich in den vergangenen Jahren wie kaum eine andere entwickelt hat. Professionelle Pflegedienstleister mit langjähriger Erfahrung, wie die Gardé Ambulanter Pflegedienst GmbH,
Babylotsen feiern 10-jähriges Bestehen / Angebot auf 31 Geburtskliniken in Deutschland ausgeweitet ...
Eine soziale Innovation aus Hamburg findet bundesweit Nachahmer: Babylotsen beraten mittlerweile Familien rund um die Geburt an 31 Kliniken in sieben Bundesländern. Die Stiftung SeeYou am Kath. Kinderkrankenhaus Wilhelmstift, die das Programm 2007 ins Leben gerufen hat, feiert heute das zehnjäh
Nähe hilft heilen: 30 Jahre McDonald's Kinderhilfe in Deutschland (FOTO) ...
Seit 1987 gibt es die McDonald's Kinderhilfe in Deutschland. Rund 100.000 Familien, deren Kinder an einer schweren Krankheit leiden, haben seither in den Ronald McDonald Häusern ein Zuhause auf Zeit in Kliniknähe gefunden. Die Stiftung entwickelt, betreibt und unterstützt Programme,




