Europäischer Karlspreis der Jugend 2017
ID: 1492316
Jugendkarlspreis steht fest: "Erasmus evening", ein polnisches
Radioprojekt zum Studienaustauschprogramm Erasmus, wurde heute in
Aachen mit dem ersten Platz ausgezeichnet. Der zweite Preis ging an
"Re-discover Europe", eine dänische Initiative von Aktionstagen gegen
Euroskeptizismus in der Stadt Aalborg. Den dritten Preis gewann die
Online-Multimediaplattform "Are we Europe" aus den Niederlanden. Der
Jugendkarlspreis wird jährlich vom Europäischen Parlament und der
Stiftung Internationaler Karlspreis an Projekte vergeben, die ein
gemeinsames Bewusstsein europäischer Identität und Integration unter
jungen Menschen fördern.
In Aachen, der Heimatstadt des Europäischen Jugendkarlspreises,
überreichten Parlamentsvizepräsidentin Sylvie Guillaume und der
Vorsitzende der Stiftung Internationaler Karlspreis, Michael Jansen,
dem polnischen Siegerprojekt "Erasmus evening" ihren Preis: 7500 Euro
und eine Reise ins Europäische Parlament nach Brüssel. 5000 Euro
gehen an den zweiten und 2500 Euro an den dritten Platz, die ebenso
nach Brüssel eingeladen werden. Hans-Gert Pöttering, ehemaliger
Präsident des Europäischen Parlaments, gratulierte dem
Zweitplatzierten von "Re-Discover Europe" aus Dänemark und den
dritten Preis überreichte der Aachener Oberbürgermeister Marcel
Philipp an das niederländische Projekt "Are we Europe". Alle 28
Siegerprojekte aus den Mitgliedsstaaten waren am 23. Mai 2017 zur
feierlichen Preisverleihung ins Aachener Rathaus eingeladen worden
und nahmen Urkunden und eine Medaille entgegen. Ausgezeichnet werden
jedes Jahr junge Menschen im Alter von 16-30 Jahren, die mit ihren
Projekten praktische Beispiele für das Zusammenleben der Europäer als
Gemeinschaft liefern.
1. Preis: Polen - Erasmus evening
"Erasmus evening" ist eine Onlineradiosendung für Studierende, die
einen Erasmusaufenthalt im Ausland erwägen. Sie wurde über den
studentischen Radiosender Radio Meteor UAM der Adam Mckiewicz
Universität in Posen gesendet. Gäste waren polnische Studierende, die
im Ausland studieren, oder Austauschstudierende, die in Polen
studieren. Die Interviews drehten sich um Themen wie die Auswahl von
Fächern, die Wohnungssuche in einem anderen Land, Unterschiede
zwischen Universitäten, aber auch das Bildungssystem oder das
tägliche Studierendenleben.
2. Preis: Dänemark - Re-discover Europe
"Re-discover Europe" ist der Titel zweier Aktionstage, die Anfang
Mai in der euroskeptisch geprägten Stadt Aalborg im Norden Dänemarks
stattfanden. Am 6. Mai nahmen Menschen unterschiedlicher ethnischer
Hintergründe mit EU-Flaggen an einem Umzug teil. In einem
multikulturellen Dorf konnten die Bewohner mehr über die Diversität
in ihrer Stadt lernen. Am 9. Mai fanden Aktivitäten zum Europatag
statt, beispielsweise Vorträge zur Zukunft der EU (inspiriert vom
Modell der TED-Talks), sowie ein EU-Straßenfest zum Ausklang.
3. Preis: Niederlande - Are we Europe
"Are we Europe" ist eine Online-Multimediaplattform, bei der junge
Menschen ihre Geschichten einreichen können, wie es sich wirklich
anfühlt, europäisch zu sein. Die Gründer der Plattform sind
überzeugt, dass es in Zeiten der negativen Medienberichterstattung
und Meinungen vieler Menschen zu Europa wichtig ist, junge Europäer
zu motivieren und den Lesern neue Wahrnehmungsweisen von und über
Europa nahezubringen.
Das nationale Gewinnerprojekt aus Deutschland
Das diesjährige Gewinnerprojekt aus Deutschland war das Projekt
"Seehilfe e.V. - Solidarität darf nicht an den Grenzen enden", ein
Bremer Verein mit Mitgliedern in ganz Deutschland, der geflüchtete
Menschen auf Sizilien unterstützt.
Für weitere Informationen:
Twitter: @EUYouthPrize, Follow the event via #ECYP2017
Jugendkarlspreis Webseite: http://www.charlemagneyouthprize.eu/
Jugendkarlspreis auf Twitter: https://twitter.com/EUyouthPrize
2017 Gewinnerprojekte Erasmus evening: http://ots.de/0DmJI
Re-discover Europe:
http://euro.dk/hvem-er-vi/lokalforeninger/euronord/
Are we Europe: https://www.areweeurope.com/
Deutscher Gewinner: http://www.seehilfe.com/
2016 Gewinnerprojekte http://ots.de/vcknQ
Pressekontakt:
Judit Hercegfalvi | Presseattachée | Informationsbüro des
Europäischen Parlaments in Deutschland
Mobil: 0177 323 5202 | Telefon: 030 - 2280 1080 |
E-Mail: judit.hercegfalvi@ep.europa.eu
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Datum: 23.05.2017 - 13:00 Uhr
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