Märkische Oderzeitung: SPD empört über Ärztekritik im Wahljahr
ID: 1492462
Frank Ulrich Montgomery an der Bürgerversicherung ist von
Gesundheitsexperten der SPD scharf zurückgewiesen worden. Der
stellvertretende SPD-Fraktionschef Karl Lauterbach sagte der "Südwest
Presse" und der "Märkischen Oderzeitung" (Mittwochausgabe),
"angesichts der guten Umfragen der Union überrascht es mich nicht,
dass sich Montgomery als lupenreiner Opportunist dort andient." Es
gebe ein großes Gerechtigkeitsdefizit im Gesundheitssystem und das
könne mit der Bürgerversicherung überwunden werde. "Die einzigen, die
vom derzeitigen System profitieren, sind einkommensstarke Chefärzte
und Privatversicherte." Auch die gesundheitspolitische Sprecherin der
SPD, Hilde Mattheis, wies Montgomerys Angriffe auf den vermeintlichen
Wahlkampfschlager der SPD zurück. Sie verwies dabei auf Pläne der
SPD, die Beiträge für die Krankenkasse wieder zu gleichen Teilen von
Arbeitgebern und Arbeitnehmern bezahlen zu lassen. Der
durchschnittliche Beitragssatz liegt derzeit bei 15,7 Prozent des
Bruttolohns. Die Arbeitgeber tragen davon 7,3 Prozent. "Ich würde
Montgomery raten, weniger Lobbypolitik zu betreiben und sich
stattdessen stärker an den Interessen der Patienten zu orientieren."
Montgomery hatte zuvor den Umbau des Gesundheitssystems zu einer
Bürgerversicherung abgelehnt. "Sie ist der Turbolader einer echten
Zwei-Klassen-Medizin", weil sich dann viele Menschen zusätzlich
versichern müssten, hatte der Ärztepräsident gesagt. Wer sie fordere,
missbrauche "den Gerechtigkeitsbegriff allein wegen seines schönen
Klangs", betonte der Funktionär. Damit positioniert sich die
einflussreiche Interessenvertretung im Wahlkampf klar gegen ein
mögliches Linksbündnis aus SPD, Grünen und Linken. Für die Union
hingegen signalisierten die Mediziner Unterstützung.
Pressekontakt:
Märkische Oderzeitung
CvD
Telefon: 0335/5530 563
cvd@moz.de
Original-Content von: M?rkische Oderzeitung, übermittelt durch news aktuell
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 23.05.2017 - 16:11 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1492462
Anzahl Zeichen: 2233
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Frankfurt/Oder
Kategorie:
Innenpolitik
Diese Pressemitteilung wurde bisher 446 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Märkische Oderzeitung: SPD empört über Ärztekritik im Wahljahr"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Märkische Oderzeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Weitere Mitteilungen von Märkische Oderzeitung
"FAKT": Mehr Geld für weniger Flüchtlinge - Integrationsmittel extrem ungleich verteilt ...
An alle Agenturen und Redaktionen! Folgender Text ist bei exakter Quellenangabe "FAKT" ab sofort zur Veröffentlichung freigegeben: Nach Recherchen des ARD-Magazins "FAKT" werden die Bundesmittel für anerkannte Flüchtlinge an die Länder extrem ungleich verteilt. Sa
KN: Aktenmanipulation: Schwere Vorwürfe gegen Chef der Landespolizei Schleswig-Holstein ...
Die Mobbing-Affäre bei der Landespolizei in Schleswig-Holstein zieht immer weitere Kreise. Es geht um gezielte Aktenmanipulation im Landeskriminalamt in Kiel (LKA). Dafür sprechen Unterlagen, die die Kieler Nachrichten (Dienstagsausgabe) einsehen konnten, sowie verschiedene weitere Quellen.
neues deutschland: Verpasste Chance:Über den Programmentwurf der SPD ...
Die Einigkeit der SPD ist nur wenige Wochen nach dem 100-Prozent-Ergebnis für ihren neuen Spitzenmann Martin Schulz wieder dahin. Entgegen dem eigenen Zeitplan konnte sich der Vorstand nicht auf einen umfassenden Programmentwurf für die Bundestagswahl einigen. Obwohl die Themen schon seit Mona
Rheinische Post: NRW-Wirtschaft fordert zügige Koalitionsgespräche ...
Kurz vor Aufnahme der Koalitionsverhandlungen in NRW hat die Wirtschaft vor Verzögerungen gewarnt: "Wir brauchen jetzt zügige und konstruktive Koalitionsverhandlungen, an deren Ende nicht eine Koalition des kleinsten gemeinsamen Nenners stehen darf", schreibt Arndt Kirchhoff, Präsid




