Rechtsextremismus in der Bundeswehr: Franco A. hat in der Truppe offenüber Flüchtlinge und die Bundesregierung gehetzt / Kontraste sprach exklusiv mit einem ehemaligen Kameraden von Franco A.
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Franco A., der Bundeswehroffizier, der sich als Flüchtling tarnte
und verdächtigt wird, einen Terroranschlag geplant zu haben, hat in
der Truppe wiederholt über Flüchtlinge und die Bundesregierung
gehetzt. Dies berichtet ein ehemaliger Kamerad von Franco A. exklusiv
gegenüber Kontraste. Der Offizier, der anonym bleiben möchte, war mit
Franco A. 2016 gemeinsam auf einem Lehrgang der Bundeswehr.
Nach seiner Aussage habe Franco A. sich im Kreise der Kameraden
immer wieder fremdenfeindlich geäußert. So soll er angesichts der
steigenden Flüchtlingszahlen gesagt haben: "Diese Kuh, diese Schlampe
Merkel, die lässt alle rein und diese Flüchtlinge, ich schwör's Dir,
Tausende von denen sind Terroristen, die werden Deutschland
abfackeln." Seine Wut habe sich besonders gegen muslimische
Flüchtlinge gerichtet.
Franco A. habe auch darüber gesprochen, dass er Kontakte zu
rechten Gruppierungen in Frankreich hätte: "Er hat erzählt, dass er
in Frankreich Menschen getroffen hat, die total gegen die
Einwanderung sind, ein Kreis von Leuten, Patrioten hat er konkret
gesagt, Menschen die ihr Land richtig liebten und auch bereit dafür
sind, etwas zu tun. Immer wenn wir über Flüchtlinge gesprochen haben,
sagte er, man sollte jetzt alles tun, wenn man Patriot ist, um sein
Land zu verteidigen."
Franco A. habe ständig versucht, die Kameraden von seinen
Ansichten zu überzeugen. Gegenüber dem Informanten, der selbst
Ausländer ist, hat er sich dabei betont freundschaftlich gegeben.
Die Hintergründe sendet das ARD-Politikmagazin KONTRASTE
Donnerstag um 21.45 Uhr im ERSTEN.
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