Neue Westfälische (Bielefeld): Neue Führungsspitze bei der NRW-SPD
Vor schwierigen Aufgaben
Lothar Schmalen, Düsseldorf
ID: 1498616
Der neue Vorsitzende der nordrhein-westfälischen SPD hat sich mit
einem guten Auftritt vor dem Landesparteitag der gebeutelten
Sozialdemokraten genügend Vertrauen erarbeitet, um die schwierigen
Aufgaben, die jetzt vor ihm liegen, angehen zu können. Mit seiner
Rede hat er den richtigen Ton getroffen - einerseits die geschundene
sozialdemokratische Seele gestreichelt und andererseits den
niedergeschlagenen Delegierten Mut zugesprochen. Und er hat in den
wenigen Tagen seit seiner schnellen Nominierung durch den
Landesvorstand seiner Partei erkannt, dass seine ursprüngliche
Ansage, zunächst Bundestagswahlkampf zu machen und danach erst mit
dem inhaltlichen, organisatorischen und personellen Neuanfang bei der
NRW-SPD zu beginnen, nicht der Stimmung an der Parteibasis entsprach.
Die Genossen des größten SPD-Landesverbandes wollen nämlich nicht
warten mit der schonungslosen Aufarbeitung einer der schwersten
Niederlagen in der Geschichte der SPD an Rhein und Ruhr. Groschek und
seine neue Generalsekretärin Schulze sollen sich keiner Illusion
hingeben. Das mäßige Wahlergebnis des neuen Vorsitzenden und das eher
schlechte der neuen Generalsekretärin zeigen, wie dünn das Eis ist,
auf dem sich die beiden Neuen, die eben gar nicht so neu in der
Führungsspitze der SPD sind, bewegen. Unter dem Eis rumort es. Das
zeigte die Diskussion, die sich an die Reden von Groschek und Schulze
anschlossen. Viele Parteimitglieder fordern, dass die NRW-SPD sich
inhaltlich und personell neu erfindet. Dass Groschek sich bei den
Kandidaten und vielen Wahlkämpfern der SPD vor Ort entschuldigt hat
für die Fehler, die vor allem die Landesführung der SPD und auch die
Landesregierung gemacht hat, zeigt allerdings, dass der neue
Vorsitzende auf dem richtigen Weg ist. Wenn es ihm gelingt, dass die
SPD wieder eine echte Reformkraft wird, in der - statt Harmoniesoße
über das Land zu gießen - über die wirklichen Probleme der
Gesellschaft gestritten und in der gleichzeitig die Sprache der
heutigen Menschen gesprochen und in der politische Kommunikation
professioneller und moderner als bisher betrieben wird, dann wird die
stolze SPD in NRW auch wieder bessere Tage erleben als jenen 14. Mai,
an dem der Wähler sie unerbittlich auf die harte Oppositionsbank
schickte.
Pressekontakt:
Neue Westfälische
News Desk
Telefon: 0521 555 271
nachrichten@neue-westfaelische.de
Original-Content von: Neue Westf?lische (Bielefeld), übermittelt durch news aktuell
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 11.06.2017 - 21:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1498616
Anzahl Zeichen: 2804
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Bielefeld
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 531 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Neue Westfälische (Bielefeld): Neue Führungsspitze bei der NRW-SPD
Vor schwierigen Aufgaben
Lothar Schmalen, Düsseldorf"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Neue Westfälische (Bielefeld) (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Die Höhe der Rente unterscheidet sich in NRW von Wohnregion zu Wohnregion teils erheblich. Bei Männern macht es im Jahr einen Unterschied von 5.000 Euro aus, ob sie in Münster (1.185 Euro/Monat) oder im Rhein-Erft-Kreis (1.591 Euro/Monat) leben. Frauen in Gelsenkirchen (818 Euro) bekommen im Jahr
Hunderte Verstöße gegen Spritpreisregel in NRW bleiben folgenlos - ADAC kritisiert "zahnlosen Tiger" ...
Hunderte Tankstellen in Nordrhein-Westfalen verstoßen gegen die gesetzliche Spritpreisregel - doch geahndet wird bislang kein einziger Fall. Seit Anfang April wurden in NRW insgesamt 2.634 unzulässige Preiserhöhungen durch 447 Tankstellen registriert, wie aus einer Analyse von Daten des Bundeskar
Verdi-Chef Werneke: AfD hätte bei uns keine Chance ...
Bielefeld. Verdi-Chef Frank Werneke sieht derzeit keinen wachsenden Einfluss der AfD auf die Gewerkschaften im Land. Auf die Frage im Interview mit der "Neuen Westfälischen" (Bielefeld), ob der Einfluss der AfD auch in Gewerkschaften zunehme, sagt Werneke: "In den Gewerkschaften nich
Weitere Mitteilungen von Neue Westfälische (Bielefeld)
Neue Westfälische (Bielefeld): Rommel-Kaserne behält ihren Namen Klares Signal Dirk-Ulrich Brüggemann ...
Mit einer solch klaren Positionierung der Verteidigungsministerin hatte keiner gerechnet. Am Rande des Tags der Bundeswehr in der Senne hat Ursula von der Leyen deutlich gemacht, dass der Name des Augustdorfer Standortes nicht geändert wird. Damit hat sie ein klares Signal gesetzt und dem Wunsch
Rheinische Post: Kommentar / Unbequemer Verdacht = Von Martina Stöcker ...
Weil drei Briten wohl das falsche Buch als Reiselektüre auswählten und eine Frau sie über Terror sprechen hörte, hat sich ein Pilot entschieden, eine Easyjet-Maschine außerplanmäßig in Köln zu landen. Dann folgten die Evakuierung und Durchsuchung der Maschine. Und die drei Männer mussten
Stuttgarter Zeitung: Visumfreiheit für die Ukraine ...
Kiew hatte schon vor Jahren die Grenzen für EU-Bürger geöffnet, ohne dafür im Gegenzug belohnt zu werden. Das hat sich nun geändert. Für die EU selbst besteht kein Grund, einen Ansturm aus dem armen Land zu befürchten. Hotelbuchung, Bargeld, Kontoauszug - trotz aller Euphorie i
Mittelbayerische Zeitung: Kommentar zu Donald Trumps Klima-Politik, Autor: Christian Kucznierz ...
Wir haben nur eine Welt. Und wir bewohnen sie nicht alleine. Beides klingt banal, aber beides kann nicht oft genug betont werden. Noch dazu nicht in einer Zeit, in der ein US-Präsident auf klimapolitische Geisterfahrt geht und aus dem Pariser Klimaabkommen aussteigt. Selbst wenn man Trumps Logik




