NOZ: DJV-Chef: ZDF hat bei Champions League-Ausstieg richtig entschieden
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richtig entschieden
Medienwissenschaftler Jo Groebel hält den Verzicht für
alternativlos
Osnabrück. Der Deutsche Journalistenverband (DKV) hat die
Entscheidung des ZDF, ab der Saison 2018/2019 aus der
Live-Berichterstattung über die Champions League auszusteigen,
gelobt. Der Vorsitzende Frank Überall, sagte der "Neuen Osnabrücker
Zeitung" (Donnerstag): "Das war genau die richtige Entscheidung. Das
ZDF hat als öffentlich-rechtlicher Sender einen gesellschaftlichen
Auftrag - dazu gehört es nicht, um jeden Preis privaten Veranstaltern
unanständig hohe Gewinne zu bescheren."
In Zeiten des Spardrucks müsse genau hingeschaut werden, wofür
Geld ausgegeben wird, erklärte Überall. Die UEFA müsse "sich fragen
lassen, ob sie Fußball noch als gesellschaftliches Ereignis
inszeniert oder zum reinen Kommerzobjekt degradiert".
Die Rundfunkgebühren wegen der eingesparten Champions
League-Gelder zu senken hielte der DJV-Vorsitzende Überall für
unangebracht: "Es geht um Qualität. Das ZDF braucht guten
Journalismus, und der kostet nun mal Geld. Eine umfassende
Information auch über sportliche Ereignisse gehört zum
öffentlich-rechtlichen Auftrag. Wenn Live-Übertragungen bestimmter
Ereignisse wie der Champions League nicht möglich sind, bietet das
die Chance, auch andere Veranstaltungen und Sportarten verstärkt in
den Fokus zu nehmen."
Auch der renommierte Medienwissenschaftler Jo Groebel sprach
gegenüber der "NOZ" von einer richtigen Entscheidung des ZDF:
"Irgendwann ist eine Grenze erreicht, an der es zu Lasten des übrigen
Programms oder der Beitragszahler geht, die dann noch höhere Gebühren
zahlen müssten."
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Datum: 14.06.2017 - 15:01 Uhr
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