NDR Verwaltungsrat berät den Entwicklungsplan 2018, das Eckpunktepapier zum Tarifvertrag Altersversorgung, den Revisions- und Gleichstellungsbericht
ID: 1500591
strategische mittelfristige Ausrichtung der Rundfunkanstalt auf allen
Gebieten dar. Der Entwicklungsplan gibt Antworten auf die Handhabung
technischer Veränderungen im digitalen Zeitalter und auf die künftige
Erfüllung des öffentlichen Auftrags bei völlig verändertem
Nutzungsverhalten im Fernsehen, Hörfunk und Internet. Die Umsetzung
der durch das Bundesverfassungsgericht bescheinigten
Entwicklungsgarantie des öffentlich-rechtlichen Rundfunks steht dabei
im Mittelpunkt.
"Verlässliche und glaubwürdige Informationen auf allen
Verbreitungswegen, sachliche Unabhängigkeit und vertrauenswürdige
Kompetenz für Medienkonsumenten aller Generationen müssen das
selbstverständliche Markenzeichen eines öffentlich-rechtlichen
Rundfunks sein. Die Orientierungs- und Vermittlungsfunktion des NDR
ist angesichts von Fake News, Einfluss sozialer Netzwerke und von
Social Bots getriebener Kampagnen noch nie so wichtig gewesen wie
heute. Dies ist auch für die Zukunft sicherzustellen", so Dagmar
Gräfin Kerssenbrock, Vorsitzende des NDR Verwaltungsrates.
In diesem Sinne hat der Verwaltungsrat auch seine Beratungen zum
Unternehmensgegenstand Online aus der Mai-Sitzung fortgeführt. Auch
wenn die Zeitungsverleger die Tagesschau-App in Frage stellen und
auch wenn die Bundesländer den öffentlich-rechtlichen Rundfunk zu
Strukturreformen drängen, müssen glaubwürdige Informationen als
Grundlage der demokratischen Willensbildung im TV, Radio, Smartphone,
PC oder sonstigen technischen Geräten angeboten werden.
Der Verwaltungsrat begrüßt ausdrücklich das Eckpunktepapier zur
Altersversorgung und hofft auf einen Tarifvertrag für die ARD Ende
Juli 2017.
Der Verwaltungsrat hat den Revisionsbericht 2016 entgegengenommen
und unterstreicht die Bedeutung der sorgfältigen Arbeit der Revision
für den NDR. Teil des Revisionsberichtes sind unter anderem auch die
stattgefundenen Prüfungen der Landesrechnungshöfe. Der LRH Hamburg
hat 2016 "Tatort"-Produktionen des NDR geprüft und nach seinen
Maßstäben Budgetüberschreitungen festgestellt. Der Verwaltungsrat
weist darauf hin, dass der Rundfunkbeitrag die Unabhängigkeit des
öffentlich-rechtlichen Rundfunks sicherstellen soll, indem
finanzielle Aspekte von Programmerfolgen entkoppelt werden. Kritik
und Empfehlungen des LRH Hamburg stehen im Widerspruch zum
Rundfunkstaatsvertrag und werden vom Verwaltungsrat zurückgewiesen.
Ebenfalls zur Kenntnis genommen hat der Verwaltungsrat den
Gleichstellungsbericht und die beschriebenen positiven Entwicklungen
begrüßt. Es gibt einen ausgeglichenen Frauenanteil bei festen und
freien Mitarbeiter. Der Anteil der Frauen in Leitungspositionen hat
sich weiter erhöht, das gilt auch für Bereiche, die bisher - z.B. in
der Produktion - eher männerdominiert waren. Der Vereinbarkeit von
Familie und Beruf gilt im NDR ein besonderes Augenmerk.
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Datum: 16.06.2017 - 15:24 Uhr
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