Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur Bertelsmann-Studie zu Rücken-OPs
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Ergebnis der jüngsten Bertelsmann-Studie allein ist noch nicht
unbedingt alarmierend. Bessere medizinische Versorgung schlägt sich
ja gerade in dem Umstand nieder, dass moderne Behandlungsmethoden
immer mehr Menschen zur Verfügung stehen. Zu denken allerdings muss
der Umstand geben, dass die OP-Häufigkeit regional so unterschiedlich
ist. Denn es gibt keinen vernünftigen Grund dafür, dass die Zahl der
Eingriffe in Hessen und Thüringen um so viel höher ist als anderswo.
Der Verdacht steht im Raum: Es wird operiert, weil die Kapazitäten
dafür vorhanden sind und ausgelastet werden müssen. Oder anders
ausgedrückt: Angebot schafft Nachfrage. Wirtschaftliche Interessen
aber sollten in Gesundheitsfragen keine Rolle spielen - schon gar
nicht, wenn sie im Wortsinne auf dem Rücken der Patienten ausgetragen
werden. Was aber heißt das nun für die Betroffenen? Die sollten sich
im Zweifel daran erinnern, dass sie das Recht auf das Einholen einer
zweiten Meinung haben. Vor einer Rücken-OP sollte dazu immer genügend
Zeit sein.
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Westfalen-Blatt
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Andreas Kolesch
Telefon: 0521 - 585261
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Datum: 19.06.2017 - 10:00 Uhr
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