Fehlerkostenreduzierung: deutsche Architekten hoffen auf BIM
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In der aktuellen Telefonerhebung wurden unter anderem 141 Architekten darum gebeten zu dieser zugespitzten Aussage Stellung zu beziehen: ?Ich halte Building Information Modeling (BIM) für ein effektives Mittel, um die Fehlerkosten am deutschen Bau zu senken.? Mehr als vier von fünf Befragten (84 Prozent) stimmte überwiegend oder vollständig zu.
Das Urteil der Architekten ist dabei ziemlich eindeutig: Deutlich mehr als jeder Dritte (42 Prozent) bejahte die Aussage voll und ganz. Auf Widerspruch stieß die Sicht auf BIM als wirksames Fehlerkosten-Antidot nur bei wenigen Architekten (7 Prozent). Überdies fühlte sich nur jeder zehnte Planer nicht in der Lage sich auf eine Aussage festzulegen ? und das, obwohl konkrete Erfahrungen mit BIM-Projekten in Deutschland immer noch dünn gesät sind.
Dennoch ist die Zuversicht der Architekten nicht unbegründet: Die Erfahrungen in Skandinavien oder den Benelux-Staaten mit digital vernetzter Projektsteuerung am Bau sind positiv ? auch von weniger Fehlerkosten als in konventionellen Bauprojekten ist dabei die Rede. Was von der Idee her auch überzeugt: Bei Bauprojekten mit BIM wird nicht nur die Konstruktion dreidimensional am Computer entworfen - das 3-D-Modell kann anschließend auch in der Umsetzung zur Projektsteuerung und Koordination zwischen Architekt und den verschiedenen ausführenden Bau- und Handwerksbetrieben genutzt werden.
Das übliche Chaos durch mangelnde Absprachen am Bau könnte so dank BIM durch eine stets transparente Ausführungs- Material- und Kostenplanung weitgehend reduziert werden. Da derzeit das traditionelle Bauen weiter den Markt dominiert und BIM noch eine Ausnahme am deutschen Bau ist, muss dieser Weg zur Fehlervermeidung (noch) ein Architektentraum bleiben.
BauInfoConsult zum Thema BIM
Die Einschätzungen der Architekten zu den Trends am Bau sind Vorabergebnisse der Jahresanalyse 2017/2018, der jährlichen Baustudie von BauInfoConsult auf Basis von über 600 Interviews, die Ende Juli erscheint. Noch wesentlich vertiefter wird das Thema BIM und Bauorganisation im BauInfoConsult BIM Monitor 2017 behandelt, einer Studie, für die gerade eine Erhebung unter 300 großen Verarbeiterfirmen und Planungsbüros durchgeführt wird und die ebenfalls in Kürze erhältlich sein wird. Mehr Informationen zu beiden Studien erhalten Sie von Alexander Faust (über eine Anfrage an faust@bauinfoconsult.de oder unter 0211 301 559-14).
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Datum: 22.06.2017 - 13:16 Uhr
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