Bernhard Seidenath und Klaus Holetschek: CSU-Fraktion fordert mehr finanzielle Unterstützung für Familien sterbenskranker Kinder (FOTO)
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(ots) -
Bernhard Seidenath und Klaus Holetschek: CSU-Fraktion fordert mehr
finanzielle Unterstützung für Familien sterbenskranker Kinder "Die
tödliche Erkrankung eines Kindes ist eines der schwersten Schicksale,
das Eltern treffen kann. Dass Familienangehörige ihre Kinder während
der Therapie in einem Hospiz begleiten, sollte auch hinsichtlich der
Finanzierung der Regelfall sein und entsprechend berücksichtigt
werden", macht Bernhard Seidenath, stellvertretender Vorsitzender des
Ausschusses für Gesundheit und Pflege des Bayerischen Landtags,
deutlich. Die CSU-Fraktion fordert daher einen Familienzuschlag für
Kinderhospize durch die Krankenkassen.
"Die Krankenkassen leisten zwar Zuschüsse zur stationären
Hospizversorgung der erkrankten Kinder - die therapeutische
Begleitung, Beherbergung und Verpflegung der begleitenden
Familienmitglieder bleibt dabei bisher außen vor", erklärt Klaus
Holetschek, stellvertretender Vorsitzender des Arbeitskreises
Gesundheit und Pflege der CSU-Fraktion. "Deshalb haben wir die
Staatsregierung aufgefordert, sich auf Bundesebene dafür einzusetzen,
dass die Krankenkassen künftig einen Teil der Kosten für die
Familienmitglieder übernehmen." Der Antrag wurde diese Woche im
Gesundheitsausschuss beschlossen.
"Bislang sind die Kinderhospize rein auf Spenden angewiesen, wenn
sie begleitende Familienangehörige finanziell unterstützen möchten",
verdeutlicht Seidenath. Holetschek ergänzt: "Das sind teilweise
erhebliche Summen. Das Kinderhospiz St. Nikolaus in Bad Grönenbach
muss beispielsweise jährlich bis zu einer Million Euro für den
laufenden Betrieb aus Spenden aufbringen."
Die CSU-Fraktion möchte die Hospize mit ihrem Vorstoß entlasten.
"Wir sehen die Krankenkassen hier klar in der Pflicht", so die beiden
Gesundheitsexperten. "Kinderhospize leisten eine unschätzbar
wertvolle Arbeit für unsere Gesellschaft. Sie sollen sich dabei ganz
auf die Kinder und Familien konzentrieren können und ihre Energie
nicht in die Spendenakquise stecken müssen."
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Datum: 23.06.2017 - 10:16 Uhr
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