Welthungerhilfe: G20-Staaten müssen ihrer Verantwortung gerecht werden und Hunger stärker bekämpf

Welthungerhilfe: G20-Staaten müssen ihrer Verantwortung gerecht werden und Hunger stärker bekämpfen

ID: 1505641
(ots) - Aus Anlass des heutigen Vorbereitungstreffens
europäischer Staats- und Regierungschefs zum G20 Gipfel Anfang Juli
fordert die Welthungerhilfe die Teilnehmer auf, ihrer Verantwortung
für eine nachhaltige Entwicklung gerecht zu werden. "Die G20 sind
zwar ein informeller aber wichtiger Club. Ihr Anteil am gesamten
Welthandel beträgt 85 Prozent und am Agrarhandel immerhin 80 Prozent.
Gleichzeitig sind sie für 80 Prozent aller CO2 Emissionen
verantwortlich. Durch ihre politische, ökonomische und militärische
Macht haben sie eine große Verantwortung für die gesamte Menschheit.
Dieser müssen sie beim Gipfel gerecht werden", betont Bärbel
Dieckmann, Präsidentin der Welthungerhilfe.

Die Welthungerhilfe fordert konkret die Unterstützung von
Kleinbauern statt der Agrarindustrie. Sie produzieren den Großteil
der Lebensmittel und trotzdem leben drei von vier Hungernden auf dem
Land. Dazu ist eine kohärente Agrar- und Handelspolitik nötig, die
nicht die Erfolge der Entwicklungszusammenarbeit zerstört.
Gleichzeitig ist es dringend erforderlich, einen neuen
Finanzierungsfond einzurichten, der den betroffenen Ländern bereits
vor einer Katastrophe Mittel zur Verfügung stellt. Durch gute
Frühwarnsysteme können viele Katastrophen vorausgesehen werden, ohne
dass man bisher die Folgen mildern könnte. Dies gilt auch für die
akute Hungerkrise in Afrika und dem Jemen.

Außerdem sollten bei einer Partnerschaft mit Afrika die von den
afrikanischen Staaten gesetzten Prioritäten wie Bildung, Gesundheit
und ländliche Entwicklung anerkannt werden. "Afrika braucht private
Investitionen, aber sie allein werden die Probleme in Afrika nicht
lösen. Es ist gut, dass die Partnerschaft mit Afrika auf der
Tagesordnung des Gipfels steht, aber der Kampf gegen den Hunger darf
nicht übersehen werden", sagt Dieckmann. Die neue Partnerschaft


sollte nicht darauf reduziert werden, die Ursachen von Flucht und
Migration schnell zu beseitigen, denn die Staaten mit den meisten
Geflüchteten in Afrika gehören zu den fragilsten Ländern.

Die Welthungerhilfe ist im Pressezelt auf dem G20 Gipfel in
Hamburg mit Ansprechpartnern vertreten. Tel: 0178 / 3700129

Weitere Informationen unter:
www.welthungerhilfe.de/presse/g20-forderungen
www.welthungerhilfe.de

Die Welthungerhilfe ist eine der größten privaten
Hilfsorganisationen in Deutschland; politisch und konfessionell
unabhängig. Sie kämpft für "Zero Hunger bis 2030". Seit der Gründung
im Jahr 1962 wurden mehr als 8.500 Auslandsprojekte in 70 Ländern mit
3,27 Milliarden Euro gefördert. Die Welthungerhilfe arbeitet nach dem
Grundprinzip der Hilfe zur Selbsthilfe: von der schnellen
Katastrophenhilfe über den Wiederaufbau bis zu langfristigen
Projekten der Entwicklungszusammenarbeit mit nationalen und
internationalen Partnerorganisationen.



Pressekontakt:
Simone Pott
Pressesprecherin
Telefon 0228 / 22 88 - 132
Mobil 0172 - 2525962
simone.pott@welthungerhilfe.de

Assistenz: Jessica Kühnle
Telefon 0228 / 22 88 - 454

presse@welthungerhilfe.de

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Datum: 29.06.2017 - 14:59 Uhr
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