Westfalenpost: G20-Gipfel in Hamburg
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der Staats- und Regierungschefs in Hamburg pro Minute ist? 4513 Euro,
wenn die Kosten bei 130 Millionen Euro liegen. Eine Summe, die
niedrig angesetzt ist. Geld, das aber in keinem Verhältnis zum Ertrag
steht. Das wissen alle, auch das Bundeskanzleramt als Veranstalter.
Trotzdem, der Gipfel findet statt. Hamburg, das Tor zu Welt, macht
die Schotten dicht, verwandelt sich in einen Hochsicherheitstrakt.
Normales öffentliches Leben können sich die Hanseaten abschminken,
wenn sich Trump, Erdogan, Putin und Co. die Hände schütteln, lecker
essen, für Fotografen posieren und ihre Frauen mit dem Gatten der
Kanzlerin das Damenprogramm absolvieren. Es ist zu billig, nur gegen
diesen teuren Irrsinn zu wettern. Natürlich haben die Aufwendungen
dieser Treffen absurde Höhen erreicht. Gut ist, wenn sich Demokraten
mit Diktatoren an einen Tisch setzen, wenn Staatschefs sich kennen,
eine Beziehung aufbauen. Politik braucht den Dialog. Das ist
alternativlos. Aber, es gibt klügere Lösungen, sich zu begegnen. Es
muss nicht die hermetisch abgesicherte Seuchen-Insel Riems in der
Ostsee sein. In Brüssel treffen sich regelmäßig die Staatschefs der
EU-Länder. Routiniert und geräuschlos. Geht doch.
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Datum: 30.06.2017 - 19:15 Uhr
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